Archiv der Kategorie: Faktotum

Gruseliges Erinnern an eine Völkerschau: Der Jardin d’Agronomie Tropicale in Paris

Anna-Sarah hat es mir heute in meine Timeline gespült, und es ist so spooky, dass ich es einfach nochmal rebloggen muss: Es geht um Völkerschauen (aka “Human Zoo”) – in diesem Fall um eine, die Anfang des 20. Jahrhunderts in einer Anlage in den Pariser Stadtwäldern veranstaltet wurde, und messy nessy chic hat dazu nochmal Fotomaterial zusammengesucht und die Geschichte des “Menschenzoos” recherchiert.Jardin d'agronomie tropicale. Bois de Vincennes

Die Bilder und die Story sind erwartungsgemäß sehr gruselig. Weiterlesen

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Eilmeldung: Verlage in Not

rebloggt von The Daily Frown:

Nach dem Großbrand in einem Außenlager der Leipziger Kommissions- und Großbuchhandelsgesellschaft, kurz LKG (die Branchenpresse berichtete), sind nun erste Schäden (vgl. hier, hier und nun auch hier) bekannt geworden.

Es hat sich herausgestellt: Für die betroffenen Verlage ist das nicht nur ein großes Unglück, sondern eine reelle wirtschaftliche Bedrohung, zehntausende von Büchern wurden vernichtet. In vielen Fällen wird in absehbarer Zeit wohl eine Versicherung zur Schadensbegrenzung einspringen, fest steht aber: Um den Verlust der Lagerbestände zu verkraften und die immensen Druckkosten für Neuauflagen zu zu stemmen, müssen die Verlage nun tief in die Tasche greifen.

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Find ich gut.

From Syria to Germany: Ein bisschen Fremdschämen

Ich mag ja vieles an Deutschland. Und vieles nicht. Und was ich bisweilen sehr vermeide: Deutschland als Reise- oder Wohnortziel zu empfehlen. Aus Gründen.

waldAch, Deutschland. Wie eine Perle mit ganz vielen Bremsspuren drauf bist Du. Bei Dir ist es möglich, dass Kunden, die ein Bahnticket gekauft haben, mit Brachialgewalt aus dem Zug geschmissen werden. Dass afro-deutsche Aktivistinnen zu einem Panel geladen werden, auf dem es angeblich um rassistische Sprache gehen soll – und der einzig “eindrucksvolle” Output ist am Ende, dass die geladenen Sprecher_innen und das Publikum sich dutzendmal das N-Wort anhören müssen. Dass ein Ehepaar aus Israel, das in Deutschland der Verlegung von Stolpersteinen beiwohnte, in einer Stadtbahn von Kontrolleuren angepöbelt wird. Ein Land, in dem Sarrazin und Co. Bücher publizieren dürfen, in denen ganz unverhohlen rassistisches Gedankengut verbreitet wird – bis irgendwann die UN einschreiten muss. Aus Spaß habe ich letztens mal vorgeschlagen, man solle doch mal langsam über eine Reisewarnung für Deutschland nachdenken. Denn mal ganz ehrlich, sollte man unbedarfte Einreisende nicht zumindestens vorwarnen? Weiterlesen

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Crosspost: An open letter to FEMEN

via Muslim Women against FEMEN

via Muslim Women against FEMEN

This is the open letter to FEMEN from April Reilly which was published yesterday, and the publishers were so kind to gave me permission to crosspost it. For more informations you can join their presence “Muslim women against FEMEN“.

For my german readers i still can recommend the Podcast of the public discussion between FEMEN Germany and the project e*vibes, who wrote an open letter to FEMEN a couple of weeks ago too: Here we go.

“Hey FEMEN,

We understand that it’s really hard for a

lot of you white colonial “feminists” to believe, but- SHOCKER! – Muslim women and women of colour can come with their own autonomy, and fight back as well! And speak out for themselves! Who knew?

We are proud Muslimahs, and we’re sick of your colonial, racist rubbish disguised as “women’s liberation”!

BECAUSE we are fed-up and tired of hearing from women of privilege perpetuating the stereotype that Muslim women, women of colour and women from the Global South are submissive, helpless and in need of western “progress”.

BECAUSE it is these kinds of colonial attitudes that commit more harm than good, so stop trying to kid us. Weiterlesen

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Intersektionalität: Dünnes Eis

Flickr (c) Brian Pocius

Flickr (c) Brian Pocius

Das wird eine lange Geschichte. Und ich steige ein ohne groß einzuleiten: Ich habe die ganzen Debatten um “Klassismus” der letzten Woche – gerade am Anfang der großen Diskussion – wie eine große Massenkarambolage empfunden. Und vorweg: Ich werde jetzt für meine ganzen unbedarften Leser_innen, die sich nicht den ganzen Tag auf Blogs herumtreiben, keine detaillierte Zusammenfassung liefern können, deswegen bleibt es mal wieder: Eine Blubber in der Bubble. Aber Taschenrechner im Kopf hat dankenswerterweise nochmal alle Links zusammengestellt, einmal hier klicken, und zack, alles da, nur, falls es jemanden von einem anderen Planeten interessiert.

Dieser Blogpost ist also wohl (leider) mal wieder ein Zeugnis des Geheimsprech der eingeweihten digitalen Kreise, die sich gegenseitig kennen und lesen und verlinken oder nicht verlinken und Blog-Codes inkorporiert haben, über die andere aus vielen verschiedenen Gründen nicht verfügen. Ich habe diesen Sachverhalt in einem Text letztes Jahr, in dem ich mich scharf für sauberes Argumentieren in feministischen Zusammenhängen aussprach, im üblichen Kauderwelsch und in vielen Nebensätzen letztes Jahr einmal kurz verwurstet, und heute kann ich sagen: Die Botschaft ist damals wahrscheinlich nicht angekommen. Weiterlesen

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Crosspost: After the storm. Migration scholars offer another perspective on DIE ZEIT’s N-word debate.

[This is a CrosspostOnur Suzan Kömürcü Nobrega and Anna Boucher wrote this letter.]

Flickr gpooAs fellows of the ZEIT Foundation’s PhD programme in Migration Studies, we have been following the current media controversy regarding the removal of racist language in children’s books with great concern. We are migration scholars from a range of countries and academic disciplines. We all live in countries characterised by migration. Our biographies are interwoven with various forms of migration, often spanning several generations and countries. Some of us are from Germany or have lived there for some time. In solidarity, and with one voice, we speak here. All of us have an interest in this controversy, because it involves the question of how issues of race and diversity should be presented and how racialised and marginalised individuals and groups should be given a voice within public debates. Given that we experience, research and discuss these things on a daily basis, we thought we might offer another perspective that could be of interest to you and your readers. Weiterlesen

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The Man Came Around – Johnny Cash zum 81.

Screenshot

Screenshot

Im Karrierehoch einer der ganz Großen, aber zwischenzeitlich auch gut in der Versenkung verschollen: Das mag erklären, warum Johnny Cash erst relativ spät eine Rolle in meiner musikalischen Sozialisation spielte – wie auch vielleicht für so viele andere aus meiner Generation. Johnny Cash war für mich lange Zeit lediglich sowas wie ein Name, den ich kannte, verbunden mit ein paar Tracks, die mir wenig sagten  – genauso ging es mir lange mit Roy Orbison, Buddy Holly oder Elvis. Ich war 14, als Cash wieder auf der Bildfläche der musikalischen Öffentlichkeit auftauchte und mit dem ersten Teil seiner “American Recordings” das schaffte, was keiner mehr geglaubt hatte: Sein Comeback. Weiterlesen

Zum Tode Otfried Preußlers: Als letztes Vermächtnis bleibt die Debatte

Flickr (c) gS32tom

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Otfried Preußler ist am 18. Februar gestorben, wie heute bekannt wurde. “Die kleine Hexe”, “Der Räuber Hotzenplotz”: Nicht nur für seine Kinderbuchklassiker muss man Preußler in Erinnerung behalten, sondern auch für seine kleine Rolle bei einem wichtigen Anstoß zu einer Rassismus-Debatte, wie sie lange Zeit in Deutschland nicht geführt wurde – vielleicht auch nicht geführt werden konnte. Seine Entscheidung, dem zuvor kritisierten Stuttgarter Thienemann-Verlag die Möglichkeit zu geben, seine Kinderbücher in zukünftigen Auflagen von rassistischer Sprache zu befreien, führte öffentlich zu mitunter sehr peinsamen, aber auch sehr wichtigen Diskussionen.

Die Entscheidung des Autors kommt jedoch natürlich nicht aus dem Nichts: Sie fiel zu Beginn dieses Jahres in eine Zeit, in der sich Aktivist_innen schon seit langem und zum Teil sehr organisiert gegen diverse rassistische Praktiken in Deutschland und explizit in deutschen Kulturbetrieben auflehnten. Weiterlesen

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In Trauer und Gedenken an Hatun Sürücü

rebloggt von textprodüksiyon.net:

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Den Verlust einer jungen Frau, den Verlust eines Lebens, in dem noch hätte so viel passieren können, um den Verlust einer jungen, alleinerziehenden Mutter  betrauern zu können, bedarf es in der Regel eines familiären Rückhaltes. Doch wie soll Mensch die Trauer in Worte fassen, diese überhaupt bewältigen, wenn dieser Verlust durch einen Mord herbeigeführt wurde, der basierend auf sexistischen und patriarchalischen Argumentationen und Empfindungen, sogar durch eigene Familienmitglieder verübt wurde…

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Hatun.

Kritik: One Billion Rising, why Dancing?

Flickr (c) Clearly Ambiguous

Flickr (c) Clearly Ambiguous

Zeit für Tacheles: Erinnern wir uns, wie die Slutwalks 2011 einigermaßen gut gefeiert wurden, nur damit 2012 im Nachgang nochmal eine notwendige Rutsche Kritik hinterher gespult werden konnte. Also, warum bei One Billion Rising nicht einfach mal vorspulen, beziehungsweise die Zeit, die wir jetzt noch haben, nutzen, um einiges auf den Tisch zu packen? Zum Beispiel, die Sachen, die einem kritisch aufstoßen könnten (oder sollten)? Weiterlesen

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