Archiv der Kategorie: Just sayin`

This is how I (try to) work

SAMSUNGIsabella Donnerhall will`s wissen: Wie arbeiten Blogger_innen denn eigentlich? Und den Fragebogen mit Quasi-Invitation zum Ausfüllen hat sie damit auch schon bereit gestellt. Und heute schon mal den Zwischenstand mitgeteilt.

Anlass für mich, dem eigenen Chaos knallhart ins Auge zu sehen. Es folgt also: Confessions of a procrastinating Bloggerinnen-mind. Zack: Weiterlesen

Buschkowsky II: In eigener Sache

In der letzten Woche habe ich viele Rückmeldungen zum Buschkowsky-Text bekommen. Ich blogge seit fast zweieinhalb Jahren und bin es gewohnt, unterschiedliches Feedback zu Texten  zu bekommen. Man handelt sie nach eigenem Ermessen ab, und dann macht mit seinem Tagesgeschäft ganz normal weiter. Aber heute mache ich mal eine Ausnahme. Weiterlesen

Interview mit Yassir: Drei Jahre Marokko, bisher kein Zurück

Der Anlass ist immer wieder aktuell: Es folgt ein Interview mit dem Frankfurter Hip-Hop-Artist Yassir Ezarzar, der vor drei Jahren nach Marokko ausgewiesen wurde. Das Gespräch mit Yassir führte ich bereits 2010, aber auch heute noch beinhalten seine Aussagen absolute Aktualität, ebenso wie der Fall: Eine Rückkehr des Familienvaters nach Deutschland ist bis heute ungewiss.

Wenn Du Dich an Deine Jugend und Kindheit erinnerst – wann hast Du gemerkt, dass Du anders, dass Du „fremd“ bist?

Yassir: Das fing früh an, schon in der Schule. Da begann die Zeit, in der man sich behaupten und anpassen musste. Heute sehe ich es eher als Nachteil, sich zu wünschen, beliebt und anerkannt zu sein. Den Strebern ging es ja nicht anders: Sie litten auch in ihrer Jugend. Aber sie gehören heute zumindest meist zu einer besseren Schicht – und lassen manchmal ihren Frust leider an denen ab, denen es nicht so gut geht. Dass ich „fremd“ war, war aber nicht das Hauptproblem: Bei mir war es offensichtlich, dass meine Familie sehr arm war, und die Gesellschaft hat es einen natürlich spüren lassen. Ich habe zum Beispiel immer die abgetragenen Kleider meines Bruders tragen müssen. Und mein erstes Fahrrad habe ich geklaut, weil wir uns nicht leisten konnten, eines zu kaufen. Man hat immer zu spüren bekommen, dass man als Ausländer nicht wirklich gesellschaftsfähig ist. Einige hat das dann fast automatisch umgepolt, wobei das auch viel mit Ausländerstolz und Vorstellungen vom „Mann sein“ zu tun hatte. So war es zumindest bei mir. Ich wollte dann irgendwann dafür sorgen, dass mein Umfeld sich mit mir identifiziert, nach dem Motto: „Wer nicht für mich ist, ist gegen mich.“ Heute weiß ich, dass das absolut dumm war. Aber damals hat mir das sehr viel gegeben – weil ich mich zum ersten Mal anerkannt fühlte.

Das heißt, bei Differenzierungen zählt in Deutschland noch mehr als die Frage der Herkunft die Frage der Schicht?

Yassir: Natürlich. Kleider machen Leute. Wenn Du als Ausländer mehr Geld hast, dann wirst Du in Geschäften besser behandelt als ein Deutscher ohne Geld. Und ein deutscher Sozialfall wird meistens auch nicht besser behandelt als ein türkischer. Es geht immer um Kapital und soziale Schichten. Aber trotzdem ist es natürlich so, dass auch Religion zur Spaltung der Menschen beitragen kann – das sollte man nicht vergessen. Weiterlesen

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