Happy Birthday, Eva Cassidy

Screenshot, live at Blues Alley

Screenshot, live at Blues Alley

Eva Cassidy wäre heute 50 Jahre alt geworden. Zu Lebzeiten ist sie nur in Washington D.C. bekannt und führt hauptsächlich ein bescheidenes Leben als Gärtnerin, ihre erste Platte nimmt sie bei einem kleinen Label 1987 auf. Große Plattenfirmen werden solange sie lebt niemals Interesse an ihr haben.

Sie erkrankt Anfang der 90er Jahre an Hautkrebs und spielt ihr letztes Live-Konzert, bereits schwer von der Krankheit gezeichnet, im Herbst 1996 auf einer Benefiz-Veranstaltung, die für sie organisiert wurde. „What a wonderful World“ ist der letzte Song, den sie jemals live performen wird.

Sie stirbt am 2. November 1996, erst zwei Jahre später erscheint bei ihrer Plattenfirma eine Compilation ihrer Songs.

Im Jahr 2000 spielt Terry Wogan Evas „Somewhere over the Rainbow“ in seiner BBC Radio-Show.

Ein ehemaliger Beatles-Roadie hört Songs von Eva Cassidy in einem amerikanischen Plattenladen, kauft die CD „Songbird“ und bringt sie einem Freund beim Radio (BBC 2) mit. Dieser setzt irgendwann Eva Cassidys Titel „Over The Rainbow“ in seiner Morgensendung ein. Daraufhin laufen bei der britischen Radiostation die Telefone heiß, alle wollen wissen, wo der Titel zu kaufen ist. Problem: „Songbird“ ist bei einer kleinen Plattenfirma verlegt und ist in England zunächst nicht erhältlich. Eilig wird ein Vertriebsweg aufgebaut.“

Über Nacht wird Eva posthum in England berühmt, bis heute wurden Millionen ihrer Platten verkauft. Ihre Eltern wehren sich bis heute gegen die kommerzielle Ausschlachtung ihres Erbes, wollen den Fans aber ihre Musik nicht vorenthalten. Eva Cassidy gehört mit Sicherheit zu den besten Sängerinnen, die es jemals gab.

„I don’t even think she knew how good she was,“ says Chuck Brown, the „Godfather of Go-Go,“ who made a much-acclaimed album of jazz and pop standards with Cassidy in 1992. „She liked the idea of possibly making a living off music, but if she never got a record deal or never became famous, she wouldn’t lose any sleep over it,“ says Chris Biondo, Cassidy’s producer and bassist. „What’s sad is that people were just beginning to figure how good she was when she got sick.“ (Washington Post)

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