Tom Holland`s „Umbrella“ und ein paar Gründe für 13 Reasons Why – Bookmark forever ✓

Ungefähr so wie Zendaya habe ich Tom Holland auch zugeguckt.

Ich wusste bis gestern nicht wer Tom Holland ist (Schauspieler, unter anderem demnächst in „Spiderman: Homecoming“ zusammen mit Zendaya), trotzdem habe ich mir das Video vom letzten Mtv Lip Sync Battle natürlich ungefähr 20 Mal angeguckt. RIP EVERYBODY WHO WATCHED THIS! ♥

Dann gab es noch…

✓ … eine Rezension zu „13 Reasons Why“ wie man sie sich nicht besser wünschen kann: Geschrieben hat sie das wunderbare Steinmädchen.

✓ … zum Todestag (9. Mai 2008) der irischen Schriftstellerin Nuala O`Faolain statt eines Nachrufs hier nochmal einen 17 Jahre alten Text von Elke Heidenreich: „Die Frostbeulen der Seele„. Weiterlesen

Getaggt mit , , , , ,

Musik vom letzten Monat #1

Neuheiten:

Eins der März-Highlights auf die ich mich seit Monaten gefreut habe: Nadia Reids „Preservation“. Wie zu erwarten eine großartige Platte, und „Richard“ ist gleichzeitig der stärkste Track:

Auf die Nadia Reid-Konzerte in Deutschland konnte ich leider nicht gehen weil alle zu weit weg waren, aber ich konnte mir natürlich ihre 1-Frau-Vorband Julie Byrne und ihre 2017er Platte „Not Even Happiness“ anhören (das hatte ich zwei Monate lang verpasst).

Zweites großes März Highlight: Aimee Manns „Mental Illness“. „Goose Snow Cone“ ist sogar eigentlich ein Katzenvideo. Double Win!

Es liefen gleich zwei Angel Olsen-Tracks bei mir in Dauerschleife – einer alt („Windows“) und einer neu: „Who`s Sorry Now“ vom ugrade erschienenen Soundtrack „Resistance Radio: The Man in the High Castle“, einer unfassbar großartigen Compilation von 60er-Covern.

Weiterlesen

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Revenge-Tracks im Heten-Pop: Lass ihn bluten!

Mit Musik eins auf die Mütze: Beyoncé ist nicht die einzige Künstlerin, die ihren Rachefantasien zum Thema ihrer Songs macht. Diese Popstars zeigen und zeigten, wie aus gescheiterten Heten-Beziehungen viel Geld generiert wird.

Als ich sehr jung war und weder Geld noch irgendeine Ahnung von Heten-Liebe hatte, nahm ich meine letzten dreißig Mark in die Hand und kaufte in einem Supermarkt das Album „Jagged Little Pill“ von Alanis Morissette. Ich lebte damals ein Teenagerleben in einem mittelgroßen Dorf und dank Musikfernsehen war auch zu uns durchgedrungen, dass es da so eine neue Sängerin aus Kanada gab, die unter anderem ihren Exfreund in einem Track mal so ordentlich lang machte.

Mich erstaunte, dass ich einerseits in einem Ort leben konnte, in dem pünktlich zur Abenddämmerung die Bürgersteige hochgeklappt wurden, andererseits aber via „You Oughta Know“ mitverfolgen konnte, wie Alanis auf einem untreuen Boyfriend rumhackte. Man sollte es sich eben nicht mit einem zukünftigen Popstar verscherzen, das lernte ich schnell!

So schlau wie ich waren und sind aber nicht alle Menschen – schon gar nicht so mancher Cis-Dude, der mit einer weltberühmten Musikerin verbandelt oder sogar verheiratet ist. Alanis hält bis heute bedeckt, wer der „You Oughta Know“-Loser auf ihrem Multi-Millionen-Dollar-Album ist, doch glücklicherweise gibt es noch andere Pantoffelhelden in Musikbusiness-Paarbeziehungen, die vor großem Publikum eins ordentlich auf die Mütze bekommen haben. Weiterlesen

Getaggt mit , , , ,

Shane MacGowan with Sinead O’Connor – Haunted

Spotify hat letztens für mich nachgezählt: Das ist der Track den ich seit einem Jahr am allerhäufigsten hab durchlaufen lassen. Darauf Prost.

Getaggt mit

Für die Glotze: Die besten Filme zum internationalen Frauenkampftag

Für heute, für morgen, für Stubenhocker_innen und Streikende und/oder für nach der Demo: Hier die Filmtipps für den internationalen Frauenkampftag!

1. Der Hexenclub (The Craft)

Kult-Klassiker aus dem Jahr 1996, der aber auch ordentlich auf die Mütze bekommen hat (und über den bis heute gestritten wird ob er nun feministisch ist oder nicht). Ich sage: Must see, love Nancy.

Verfügbar auf: Netflix

2. Kaffee. Milch und Zucker (Boys on the Side)

Roadmovie mit Whoopi Goldberg, Drew Barrymore und Mary-Louise Parker und einer der ersten wenigen Filme die ich als Teenie sah, in dem Freundinnenschaft höher bewertet wurde als Heten-Romanzenkram. Ein Evergreen für den internationalen Frauenkampftag. Taschentuchempfehlung.

3. Die unbarmherzigen Schwestern (The Magdalene Sisters)

Ein Film, der im Irland der 1960er Jahre spielt: Drei junge Frauen leben in einem so genannten „Magdalenenheim“ und ihre Geschichten geben Einblick in eine erzkatholische, restriktive Gesellschaft. Harter Tobak mit tollen Schauspielerinnen, nichts für schwache Nerven. Weiterlesen

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Autos: Wenn Frauen nicht mehr fahren wollen

Die deutsche Rennfahrerin Clärenore Stinnes umrundete als erster Mensch von 1927 bis 1929 mit einem serienmäßigen Personenwagen die Erde. Vorher war sie u.a. die erfolgreichste Rennfahrerin Europas. Kein Lebensziel für mich, ich fuhr lieber jahrelang erstmal überhaupt nicht mehr Auto.

Meinen Führerschein machte ich Ende 1997, Anfang 1998 in einer ortsbekannten und nahezu legendären Fahrschule in der Kleinstadt, in der ich aufwuchs. 20.000 Einwohner_innen, einspurige Straßen die man in Jugend- und Teeniejahren schon millionenmal mit dem Fahrrad abgefahren hatte, weites Land mit weiten Straßen, auf denen manchmal keine Autoseele rumkurvte. Mein Fahrlehrer war ein brummiger Meckerfritze mit ganz eigenem Humor, der es bei den Fahrstunden sehr genau nahm mit dem BERG ANFAHREN und der angenehmerweise überraschend wenig frauenfeindlich war, jedoch den einen oder anderen „Fliegender Teppich“-Witze in meiner Gegenwart riss. Doch was juckte es mich? Bald sollte ich den Führerschein haben, und das hieß: Erwachsen sein!

Kaum den Lappen in der Tasche, cruiste ich wie wild mit dem roten VW Golf III der Eltern durch die Stadt, später, als ich mich vor Studienbeginn bei der Lokalzeitung verdingte, durch andere ostwestfälische Kleinstädte, ohne Navi, ohne Karte, dafür gerne mit aufgedrehter Musik. Unvergessliche Fahr-Soundtracks: „Picture me rollin`“ von Tupac, „Just crusin`“ von Will Smith und bei Abend- und Nachtfahrten durch die gewohnten Straßen der Kindheit auch gerne mal „My Hometown“ von Bruce Springsteen. Alles war gut, das Auto war mein Freund, nur schlichen sich schon dort wahrscheinlich die ersten Fehlerchen als Wegbereiter der Kopfbremsen ein: Kaum Autobahnfahrten, wenig weite Strecken – aber nun gut, man war halt auf dem Dorf, und auf dem Weg zu Minipreis um für Mutter eine Kiste Wasser zu kaufen kann man schließlich auch nicht alles haben.

Furchtlos fahren auf dem Dorf

Ich fuhr ansonsten furchtlos, bei Tag und Nacht, bei Schnee und Eis, brachte Leute von A nach B, fuhr auf Scheunenpartys, parkte auf Ackern in denen der Matsch knöchelhoch stand, fuhr auch mal kilometerlang rückwärts wenn auf irgendwelchen Feldwegen nix mehr ging, fuhr auf den letzten Drücker zu irgendwelchen Pressekonferenzen von irgendwelchen Landpomeranzen in Städten in denen ich zuvor noch nie gewesen war, fuhr einmal den Außenspiegel des Golfs ab und es juckte mich gar nicht. Ich hielt meine Auto-Beziehung für absolut zuverlässig. Dann zog ich in die „große“ Stadt in der ich studierte. Und noch war nichts schlecht bei mir und den Autos. Weiterlesen

Getaggt mit , , ,

Men to watch out for

Passend zu den aktuellen McHetzfeminismus-Wochen: Kein Bock auf Alice Schwarzer, lieber Hetze aus dem letzten Jahr!

Wann immer es in meiner feministischen Laufbahn um feministische Cis-Männer ging, sie mir begegneten, ich mit ihnen sprach oder mir zum Feminismus konvertierte Mannsbilder via Telefon, Mail, Blog-Kommentarspalte oder Sprachnachricht mitteilten, sie hätten es jetzt begriffen und würden sich ab sofort »für die Sache« einsetzen, kam es zu gespenstischen Szenen und Erlebnissen, von denen ich die meisten gerne vergessen würde.

So konnte es vorkommen, dass Männer, die erst drei Tage zuvor bewusst das Wort »Geschlechterungerechtigkeit« in ihrem Gehirn von der einen in die andere Ecke geschoben hatten, mir lautstark Nachhilfe in Sachen Feminismus geben wollten. Andere Männer nutzten das dazugewonnene Feminismus-Label, um vor allem in sozialen Netzwerken auf Sympathiefang zu gehen – und am Ende eigentlich andere Transferprodukte zu bewerben: Musik, Kunst, Text, Bild, Ton oder einfach sich selbst. Weiterlesen

Getaggt mit ,

Tacocat – Men Explain Things To Me

In den 2016er Jahrescharts von Charlott bereits einen aktuellen Favoriten für 2017 gefunden. Die komplette Playlist findet Ihr hier.

Getaggt mit ,

Arabisch und nordafrikanisch aussehende Menschen™ (Teil II)

Zunächst einmal: Frohes neues Jahr! Und dann aber nochmal zurück in die Vergangenheit:

Silvester 2016 in Köln, Deutschland. Wer filzt meine Brüder bei Nacht und Wind? Es sind Polizisten die Spezialisten im Racial Profiling sind! Das ZDF, das wundert sich – wussten denn die arabisch und (nord)afrikanisch aussehenden Menschen™ von der inoffiziellen Ausgangssperre für Nicht-Herkunftsdeutsche nichts?!

Selfies kann man auch zuhause machen!

Selfies kann man auch zuhause machen! (Plan B für Ausgangssperren.)

Weiterlesen

Getaggt mit ,

Der musikalische Jahresrückblick: Die besten Tracks 2016

Mein Jahreslieblingsbeitrag, für Euch wie immer ohne großen Schnickschnack, und mit einem Special in diesem Jahr: Einer Spotify-Playlist von yours truly.

Chelsea Wolfe, „I love you all the time“

Julie Byrne, „Follow My Voice“

Kelsey Lu, „Dreams“

Nick Cave, & The Bad Seeds, „I need you“

Lisa Hannigan, „Fall“

M83, „Solitude“

Weiterlesen