Streaming-Tipps für alle die kein Netflix und Co. haben

1) Der Kurzfilm „RIOT NOT DIET“ ist auf Vimeo online, unter anderem mit unseren Besties Magda Albrecht und Hengameh Yaghoobifarah. Erscheint nicht in der Blogvorschau, deswegen verlinke ich ihn: Hier.

2) Die Kino-Doku „RBG – Ein Leben für die Gerechtigkeit“ läuft derzeit noch in der ZDF-Mediathek.Wer sie schauen möchte: Hier entlang!

3) Die wunderbare Sitcom „Miranda“ ist glücklicherweise bei YouTube oben – mit spanischen Untertiteln, was vielleicht noch das Aufpolieren von Fremdsprachenkenntnissen ermöglicht.

4) Ebenso (noch) auf YouTube zu finden: der Klassiker „Black Books“. Abgedreht, skurril und ein trockener Humor, den man für die Quarantäne ganz gut gebrauchen kann. Vorsicht: Es wird viel Wein getrunken, was ansteckend wirken könnte!

5) Wer sich mit alten Retro-Kinderklassikern in diesen Tagen befassen möchte: „Die geheime Welt der Polly Flint“ ist ebenfalls zu haben. Original mit 80er-Jahre-TV-Flackern. Weiterlesen

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Ich habe alle Pizza-Back-Videos auf YouTube geguckt um für Euch das perfekte Pizza-Rezept herauszufinden

Auf dieser selfmade-Pizza ist zwar Thunfisch drauf, ich würde es aber ohne empfehlen.

Ihr Lieben, es gibt in diesen Zeiten zwar nicht mehr viel Mehl und Hefe da draußen, aber für diejenigen unter Euch die das weiße und das beigefarbene Gold noch ergattert haben habe ich mit vorzeitiger Unterbrechung mein lebenslang andauerndes Langzeitprojekt „Wie backe ich die perfekte Pizza?“ gestoppt, um mein Zwischenfazit mit Euch zu teilen. Ihr braucht dafür:

Für den Teig:

250 Gramm Mehl

1/2 Paket Hefe

1 Prise Zucker

1 ordentliche Prise Salz, also wirklich ordentlich, aber nicht zu viel, sonst bekommt Ihr Salzteig. Pie mal Daumen halber Teelöffel ist schon mal gut.

140 ml Wasser

1 guten Schuss Olivenöl

Optional: Sehr feines Maisgries (Polenta) um darauf die Pizzaform zu formen. Mehl geht natürlich auch.

Das alles vermischt ihr und verknetet es dann ORDENTLICH UND SEHR LANGE also am besten zehn Minuten mit der Hand. Wie man ihm am besten knetet, dazu könnt Ihr Euch verschiedene Techniken in den unten verlinkten Videos ansehen. Dann muss der Teig richtig lange ruhen, 24 Stunden ist am besten! In den unten verlinkten Videos bekommt Ihr nebst Tipps für den perfekten Pizza-Teig auch Tipps für den Belag. Und meine 2 Cents. Weiterlesen

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Massive Restriktionen in Zeiten von Corona – ein Bericht aus Italien

 

Lechzen nach der Ausgangssperre, Wünsche, dass „der Staat“ und „die Regierung“ endliche eingreifen um „unsere Gesundheit“ zu schützen, dem grundsätzlichen oder auch generellen Zustimmen zu vielen Überlegungen zu gesetzlichen Restriktionen auch von links („Es geht ja nichts anders“, „Die Leute verstehen es ja sonst nicht“, etc. pp.), und insgesamt sind schon die ersten drastischen Ausgangsbeschränkungen wegen des Coronavirus auf den Weg gebracht (in Sachsen sollen Verstöße gegen die Vorgaben der Behörden sogar mit Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren geahndet werden können, siehe hier). Natürlich ist verständlich, dass Menschen sich einfache und schnell umsetzbare Lösungen wünschen, um die gesundheitliche Bedrohung minimiert zu wissen. Dass dazu das einschneidende Ändern von Grundrechten dabei bei vielen immer noch kaum auf Widerstand stößt, sollte Sorge bereiten.

Nebst der Tatsache, dass viele dieser Restriktionen  nicht nur problematisch bis besorgniserregend sind (die ersten Fälle, wo Verdachtskontrollen in Europa natürlich wieder vor allem marginalisierte Personen treffen sind schon aufgetaucht und dementsprechende bestürzende Bilder und Videos kursieren hierzu schon auf Twitter) – im schlechten Fall bringen sie auch nicht die Effekte, die gewünscht sind.

In Italien gelten seit zehn Tagen bereits massive Restriktionen für das ganze Land. Dass die Folgen nicht nur singende Italiener_innen auf Balkonen oder rührige Internet-Video-Memes sind hat der italienische Architekt und Epidemiologe Andrea Bagnato auf Twitter vermeldet. Ich habe den ganzen Thread zusammenkopiert und ganz unten auch nochmal übersetzt. Es ist bemerkenswert und auch bedrückend. Bitte lest ihn komplett.

Andrea Bagnato@andreabagnato

In Italy it’s been now ten days of nationwide restrictions – the first country in the world to do so. I want to summarise all that is wrong with the current situation, which gets more concerning every day. (longish thread) 1/10

„In Italy it’s been now ten days of nationwide restrictions – the first country in the world to do so. I want to summarise all that is wrong with the current situation, which gets more concerning every day.

60m people have been asked to stay at home for four weeks. No consideration for those who live alone, in abusive relationships, with meantal health issues, or without a computer and an internet connection (yes, there are many). Social and psychological costs not factored in.

Students and pupils of all ages have been at home, in the North of Italy, since February 23. Since March 9, millions of kids and teens can’t see their friends anymore. Online teaching is a utopia for most schools, for lack of basic internet infrastructure.

Workplaces and businesses don’t have to close down – it’s up to individual employers. Many people, from bank clerks to factory workers to delivery people, still have to go to work every day. There is more and more evidence that most contagion is happening on workplaces.

Yet, the dominant narrative is that the virus spreads because people go outside for a run or a bike ride. Walking and exercising has zero epidemiological risk, and is permitted under emergency laws, but has been immediately criminalised by news and social media.

The media amplify the (mostly fake) reports of “excessive crowding”. As a result, most public parks have been shut, meaning there’s even less public space to go to. Many people are proactively reporting joggers to the police.

The vagueness of emergency laws has left it up to administrators and police depts to decide what is permitted. In Bologna, cycling has now been forbidden; in Naples, you can no longer go for a stroll, not even alone.

Commentators and administrators are asking for even “more”, including for the ARMY to patrol the streets. Some ministers have issued open threats: “If you don’t obey the rules, we will make the restrictions even harsher.” Meanwhile, factories and workplaces remain open.

Information from govt and media is abysmal. No explanation on how the virus is transmitted. Many ppl think that the virus is in the air, and that the very act of going outside is a threat. Countless healthy ppl are scared to death, and haven’t been in outside in weeks.

The tally of cases is broadcast live every day on all media, as if it were a sporting competition. Numbers are presented with no context and no explanation. The vast majority of ppl doesn’t understand that today’s cases were infected 2 to 4 weeks ago, as no one explains it.“

 

„Italien hat nun seit zehn Tagen landesweite Einschränkungen – als erstes Land der Welt. Ich möchte zusammenfassen, was an der aktuellen Situation, die von Tag zu Tag beunruhigender wird, falsch ist.

60 Millionen Menschen wurden gebeten, vier Wochen lang zu Hause zu bleiben. Keine Rücksicht auf diejenigen, die allein, in missbräuchlichen Beziehungen, mit gemeinen Gesundheitsproblemen oder ohne Computer und Internetanschluss leben (ja, davon gibt es viele). Soziale und psychologische Kosten werden nicht berücksichtigt.

Studenten und Schüler aller Altersgruppen sind in Norditalien seit dem 23. Februar zu Hause. Seit dem 9. März können Millionen von Kindern und Jugendlichen ihre Freunde nicht mehr sehen. Online-Unterricht ist für die meisten Schulen ist eine Utopie, da es an einer grundlegenden Internet-Infrastruktur fehlt.

Arbeitsplätze und Unternehmen müssen nicht schließen – da liegt es an den einzelnen Arbeitgebern. Viele Menschen, von Bankangestellten über Fabrikarbeiter bis hin zu Lieferanten, müssen immer noch jeden Tag zur Arbeit gehen. Es gibt immer mehr Anzeichen dafür, dass sich die Ansteckung vor allem an den Arbeitsplätzen vollzieht.

Doch der vorherrschende Diskurs ist, dass sich das Virus ausbreitet, weil die Menschen draußen laufen oder Rad fahren. Laufen und Sport treiben hat kein epidemiologisches Risiko und ist nach den Notstandsgesetzen erlaubt, wurde aber von den Nachrichten und sozialen Medien sofort kriminalisiert.

Die Medien verstärken die (zumeist gefälschten) Berichte über „übermäßiges Gedränge“. Infolgedessen sind die meisten öffentlichen Parks geschlossen worden, was bedeutet, dass es noch weniger öffentliche Plätze gibt, die man besuchen kann. Viele Menschen melden Jogger proaktiv bei der Polizei.

Die Unklarheit der Notstandsgesetze hat es den Verwaltern und Polizeibeamten überlassen zu entscheiden, was erlaubt ist. In Bologna ist das Radfahren jetzt verboten, in Neapel darf man nicht mehr spazieren gehen, auch nicht allein.

Kommentatoren und Verwaltungsbeamte fordern immer mehr, auch die Armee solle auf den Straßen patrouillieren. Einige Minister haben offene Drohungen ausgesprochen: „Wenn Sie sich nicht an die Regeln halten, werden die Einschränkungen noch weiter verschärft.“ Währenddessen bleiben die Fabriken und Arbeitsplätze zugänglich.

Die Informationen von Regierung und Medien sind miserabel. Es gibt keine Erklärung, wie das Virus übertragen wird. Viele Menschen glauben, dass das Virus in der Luft ist und dass schon das Hinausgehen eine Bedrohung darstellt. Unzählige gesunde Personen sind zu Tode erschrocken und waren seit Wochen nicht mehr draußen.

Die Zahl der Fälle wird täglich live in allen Medien übertragen, als ob es sich um einen sportlichen Wettkampf handeln würde. Die Zahlen werden ohne Kontext und ohne Erklärung präsentiert. Die überwiegende Mehrheit der Menschen versteht nicht, dass die heutigen Fälle vor 2 bis 4 Wochen infiziert wurden, da niemand dies erklärt“.

Die besten Silent Vlogs für die Quarantäne

Auf Facebook und Co. hatte ich bereits darauf hingewiesen: Denen, die die Quarantäne weitgehend alleine in ihrer Bude verbringen müssen, empfehle ich Silent Vlogs. Inhalt meist: Alleinstehende Personen, oft mit unfassbar süßem Haustier und karierter Bettwäsche, filmen ihren Alltag. Meine Favoritin: Sueddu aus Korea, aber es gibt auch ein paar andere richtig gute.

Wir gehen in Quarantäne, aber vorher müssen wir noch…

Wir gehen in Quarantäne, aber vorher müssen wir nochmal ganz schnell einen Großeinkauf machen. Und in die Apotheke. Und nochmal zur Post. Da liegt ein Paket das abgeholt werden muss, und sonst wird es ja nach sieben Tagen wieder zurückgeschickt, und das ist ja auch schlecht.

Wir gehen in Quarantäne, aber vorher bestellen wir nochmal alle Mitarbeiter_innen ins Office, damit alle einen Antrag auf temporäres Arbeiten von zuhause ausfüllen können. Wir gehen in Quarantäne, und dass das so ist verkünden wir am besten freitags, damit betreuende Eltern, Angestellte, Selbständige und Co. übers Wochende keine Möglichkeit haben sich für die nächste Woche oder gar die nächsten Wochen zu wappnen – aber jeder Tag zählt, natürlich. Wir gehen in Quarantäne, aber vorher müssen wir noch Dinge er-le-di-gen.

Wir gehen in Quarantäne, aber vorher müssen wir nochmal in den Buchladen, um ordentlich Lesestoff für die nächsten Wochen zu besorgen. Wir gehen in Quarantäne aber vorher nochmal kurz ins Büro wegen des eines Ordners den wir da vergessen haben – und natürlich wegen dem ganzen Corona-Klatsch und Tratsch.

Wir gehen in Quarantäne aber vorher noch ein Eis essen, das Wetter ist doch grad so schön. Wir gehen in Quarantäne aber vorher noch zu Saturn, die drei Playstation-Spiele besorgen bevor es demnächst richtig langweilig wird.  Wir gehen in Quarantäne, aber vorher noch in den Baumarkt damit wir das Zeug kaufen können das wir für diverse Renovierungsarbeiten brauchen. Wir gehen in Quarantäne, und vorher noch in die Drogerie damit man auch genug Selfcare-Krams zur Hand hat an den langweiligen Quarantäne-Tagen. Wir gehen in Quarantäne, aber vorher nochmal schnell zur Bank um Geld zu ziehen, vielleicht sind die ja auch bald zu.

Wir gehen in Quarantäne, und zwar am besten ab… Naja, wir gehen halt dann in Quarantäne wenn wir vorher alles Wichtige erledigt haben. Vorher geht`s ja eh nicht.

Andrea Dorfman & Tanya Davis: „How To Be Alone“

„The lunch counter. Where you will be surrounded by chow-downers. Employees who only have an hour and their spouses work across town and so they — like you — will be alone. Resist the urge to hang out with your cell phone. When you are comfortable with eat lunch and run, take yourself out for dinner. A restaurant with linen and silverware. You’re no less intriguing a person when you’re eating solo dessert to cleaning the whipped cream from the dish with your finger. In fact some people at full tables will wish they were where you were.

Go to the movies. Where it is dark and soothing. Alone in your seat amidst a fleeting community. And then, take yourself out dancing to a club where no one knows you. Stand on the outside of the floor till the lights convince you more and more and the music shows you. Dance like no one’s watching…because, they’re probably not. And, if they are, assume it is with best of human intentions. The way bodies move genuinely to beats is, after all, gorgeous and affecting. Dance until you’re sweating, and beads of perspiration remind you of life’s best things, down your back like a brook of blessings. (…)“

Society is afraid of alonedom, like lonely hearts are wasting away in basements, like people must have problems if, after a while, nobody is dating them. But lonely is a freedom that breaths easy and weightless and lonely is healing if you make it.“

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Zwei Freundinnen stellen Homer Simpsons Food Tour in New Orleans nach & es ist ausgezeichnet

Katrin von Niederhäusern und ihre Fraundin Janine Wiget haben die Simpsons-Episode von Homers New Orleans-Food-Tour nachgestellt – und zwar Shot für Shot. Mehr brauche ich nicht für einen gelungenen Start ins Wochenende.

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„In Paris nothing mattered“: Interview von 1977 mit einer echten viktorianischen Lady

Bin fast hinten rüber gefallen als ich letztens über dieses auf Video aufgezeichnete Interview gestolpert bin: Florence Pannel ist tatsächlich eine waschechte viktorianische Lady gewesen, geboren am 26. Dezember 1868 (also knapp 13 Jahre nach dem Tod von Charlotte Brontë), mit eigenem Beauty-Unternehmen das sie jahrelang in London und Paris betrieb. Als sie 1980 mit 111 Jahren starb war sie die älteste Person die jemals in UK gelebt hatte und als sie dieses Interview gab – leider die einzige Aufzeichnung die es von ihr gibt 😦 – war sie bereits 108 Jahre alt und hatte schon so einiges erlebt und gesehen. „The biggest change? Everything!“, erklärt sie dann auch lapidar ihre Lebensbeobachtungen.

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Der musikalische Jahresrückblick: Die besten Tracks 2019

(Fotos von Lizzo & Robyn: (c) Bogrebellen
Rest: made by me)

Wie jedes Jahr pie mal Daumen um diese Zeit kommen meine besten Tracks des Jahres, und das was ich da so zusammenkuratiert habe ist ungefähr so ein Durcheinander wie das Essen der letzten Tage. Sehr Lizzo-lastig, aber auch mit dem Kunststück Sophie B. Hawkins und Behemoth in eine Liste zu packen – verzeiht es mir, aber so bin ich halt und so war mein Musik-Jahr. Euch alles Liebe! ❤

Ladytron – Deadzone

Meg Myers – Running Up That Hill

Jade Bird – I Get No Joy

Nadia Reid – Fade Into You

Bat For Lashes – Jasmine Weiterlesen

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