Archiv der Kategorie: Faktotum

Warum #ZeroCovid?

Guten Tag! Ich habe die Kampagne #ZeroCovid mitgezeichnet (Transparenz-Anmerkung: nicht miterfunden oder gar mitkonzipiert, diese Arbeit haben andere gemacht). Und ich möchte dafür werben, sich insbesondere mit den Teilen der Kamapagne zum solidarischen Shutdown vertraut zu machen. Das heisst, sich vor allem auch den den Teilen der Kampagne, die sich insbesondere Personen, die mit weitaus weniger Ressourcen ausgestattet sind, widmen.

Ich finde, eine Stoßrichtung gen Null bei einer Pandemie anzustreben, ist richtig und wichtig – das allseits bekannte Ziel ist sowieso, eine niedrige Inzidenz zu erreichen und zu halten, und diese sollte so gering wie nur eben möglich sein. Und ich persönlich finde: Null ist von 50 gar nicht mal so weit entfernt. Es gibt Länder, die dieses Ziel erreicht haben, und im ersten Quartal 2021 ganz anders dastehen als die meisten europäischen Länder. Davon sollte man sich nicht abschrecken lassen, sondern schauen, was dort anders und richtiger gemacht wurde.

Weitere Infos gibt es auf der Webseite der Kampagne: Hier.

Hier ist außerdem ein sehr gutes Interview mit dem Mitzeichner von ZeroCovid Rudolf Hickel zu finden. Er fasst zusammen:

„Ich mache das nach langem Überlegen, denn natürlich hatte auch ich Bedenken. Wir sehen aber deutlich, dass selbst die letzte Verschärfung des Lockdowns bislang wenig bringt. Virologen sagen: Wenn das effektiv wäre, müsste es schon viel stärker zu erkennen sein. Dazu kommt, dass die Pandemiebekämpfung in Deutschland bislang zwei Schwerpunkte hatte: Kontakte wurden im privaten Bereich eingeschränkt und in den Wirtschaftsbereichen, an denen die Freizeit hängt, also Tourismus, Kultur, Veranstaltungen. Tabu war hingegen das verarbeitende Gewerbe, also vor allem die Industrie. Bisher galt dort das Prinzip Hoffnung auf ausreichende Hygiene am Arbeitsplatz. Diese Blackbox können wir uns nicht mehr leisten. Wir wollen dieses Feld industrieller Produktion enttabuisieren.“

 

Der musikalische Jahresrückblick: Die besten Tracks 2020

Ein frohes Neues! Und ich sag am besten gar nix dazu was für ein Jahr 2020 war, denn das wissen wir ja alle. Stattdessen gibt es (etwas verspätet), schonungslos und ehrlich, meine liebsten Tracks des Jahres. Schäbig, cheezy, und so ehrlich, dass auch „Jaja Dingdong“ aus dem „Eurovision: The Story of Fire-Saga“-Soundtrack und „I saw a Tiger“ von Joe Exotic nicht fehlen. Denn 2020 war halt einfach so 1 Jahr!

Jill Sobule – Don`t Let Us Get Sick

Passend zur aktuellen Lage: Ein Warren Zevon-Cover von Jill Sobule.

Putzen ist eine Kunst, und Kunst kommt von Können

Eine von oben bis unten geputzte Küche. Fragt nicht wie viele verschiedene Putzinstrumente dafür herangezogen wurden.

Gestern hat die ganz wundervolle Fatma Aydemir einen ganz wunderbaren Text über Hausarbeit veröffentlicht, Ihr solltet ihn unbedingt lesen. In ihm geht es darum, das Putzen im eigenen Haushalt ein Vollzeit-Knochenjob ist. Einer, der neu bewertet werden muss. Einer, der viel zu wenig Anerkennung bekommt. Einer, der auch deswegen immerzu so sehr abgewertet wird, weil „putzen angeblich jede_r kann“. Und letztgenanntes führt m. M. in feministischen Debatten (insbesondere in Hetero-Kontexten) zu der fehlgeleiteten Annahme, eine gerechte Aufteilung der Hausarbeit (vor allem) in (Heten-)Beziehungen sei ganz einfach und mir nichts, dir nichts möglich. Das sehe ich anders: Das klappt nur, wenn Menschen über ein gemeinsames und in den meisten Fällen doch sehr ausgeprägtes Wissensrepertoire verfügen und zudem auch noch dieselben Ordnungsvorstellungen teilen. Ob das immer der Fall ist wage ich zu bezweifeln. WGs scheiteren daran, Paare ebenso. Eltern verzweifeln. Kinder sind genervt. Und das hat alles Gründe.

Dass eine Arbeit von jetzt auf gleich von jedermann gemacht werden kann ohne nennenswertes Vorwissen oder zumindest der Bereitschaft dazu, sich dieses Wissen anzueignen, basiert einfach auch auf der Annahme, dass es sich um Tätigkeiten handelt die jede_r Nichtskönner_in ausüben kann – das scheint fürs Putzen und insbesondere Care-Arbeit zu gelten. Hierin spiegelt sich nichts wider als die pure Verkennung und Abwertung einer Tätigkeit. Das bisschen Haushalt macht sich weder mit links, noch ist es ein Wirkungsbereich für komplett Ahnungslose.

Putzen ist eine Fähigkeit. Wer das nicht anerkennt, der verachtet die Menschen, die (professionell) putzen.

Richtiges Putzen ist eine Fähigkeit, eine, die elaboriertes Wissen und Geschick erfordert, eine Praxis, die auf kollektiven Kulturmustern fußt und ebenso auf individuellen Ansprüchen. Putzen ist nichts, was jede_r einfach so automatisch kann. Putzen ist eine Kunst. Putzen muss man können. Und wer das nicht anerkennt, reiht sich ein in den Reigen der Verachtung von Hausarbeit – eine, die natürlich oft auch patriarchal eingefärbt ist.

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Die besten Silent Vlogs für die Quarantäne

Auf Facebook und Co. hatte ich bereits darauf hingewiesen: Denen, die die Quarantäne weitgehend alleine in ihrer Bude verbringen müssen, empfehle ich Silent Vlogs. Inhalt meist: Alleinstehende Personen, oft mit unfassbar süßem Haustier und karierter Bettwäsche, filmen ihren Alltag. Meine Favoritin: Sueddu aus Korea, aber es gibt auch ein paar andere richtig gute.

Wir gehen in Quarantäne, aber vorher müssen wir noch…

Wir gehen in Quarantäne, aber vorher müssen wir nochmal ganz schnell einen Großeinkauf machen. Und in die Apotheke. Und nochmal zur Post. Da liegt ein Paket das abgeholt werden muss, und sonst wird es ja nach sieben Tagen wieder zurückgeschickt, und das ist ja auch schlecht.

Wir gehen in Quarantäne, aber vorher bestellen wir nochmal alle Mitarbeiter_innen ins Office, damit alle einen Antrag auf temporäres Arbeiten von zuhause ausfüllen können. Wir gehen in Quarantäne, und dass das so ist verkünden wir am besten freitags, damit betreuende Eltern, Angestellte, Selbständige und Co. übers Wochende keine Möglichkeit haben sich für die nächste Woche oder gar die nächsten Wochen zu wappnen – aber jeder Tag zählt, natürlich. Wir gehen in Quarantäne, aber vorher müssen wir noch Dinge er-le-di-gen.

Wir gehen in Quarantäne, aber vorher müssen wir nochmal in den Buchladen, um ordentlich Lesestoff für die nächsten Wochen zu besorgen. Wir gehen in Quarantäne aber vorher nochmal kurz ins Büro wegen des eines Ordners den wir da vergessen haben – und natürlich wegen dem ganzen Corona-Klatsch und Tratsch.

Wir gehen in Quarantäne aber vorher noch ein Eis essen, das Wetter ist doch grad so schön. Wir gehen in Quarantäne aber vorher noch zu Saturn, die drei Playstation-Spiele besorgen bevor es demnächst richtig langweilig wird.  Wir gehen in Quarantäne, aber vorher noch in den Baumarkt damit wir das Zeug kaufen können das wir für diverse Renovierungsarbeiten brauchen. Wir gehen in Quarantäne, und vorher noch in die Drogerie damit man auch genug Selfcare-Krams zur Hand hat an den langweiligen Quarantäne-Tagen. Wir gehen in Quarantäne, aber vorher nochmal schnell zur Bank um Geld zu ziehen, vielleicht sind die ja auch bald zu.

Wir gehen in Quarantäne, und zwar am besten ab… Naja, wir gehen halt dann in Quarantäne wenn wir vorher alles Wichtige erledigt haben. Vorher geht`s ja eh nicht.

Zwei Freundinnen stellen Homer Simpsons Food Tour in New Orleans nach & es ist ausgezeichnet

Katrin von Niederhäusern und ihre Fraundin Janine Wiget haben die Simpsons-Episode von Homers New Orleans-Food-Tour nachgestellt – und zwar Shot für Shot. Mehr brauche ich nicht für einen gelungenen Start ins Wochenende.

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Der musikalische Jahresrückblick: Die besten Tracks 2019

(Fotos von Lizzo & Robyn: (c) Bogrebellen
Rest: made by me)

Wie jedes Jahr pie mal Daumen um diese Zeit kommen meine besten Tracks des Jahres, und das was ich da so zusammenkuratiert habe ist ungefähr so ein Durcheinander wie das Essen der letzten Tage. Sehr Lizzo-lastig, aber auch mit dem Kunststück Sophie B. Hawkins und Behemoth in eine Liste zu packen – verzeiht es mir, aber so bin ich halt und so war mein Musik-Jahr. Euch alles Liebe! ❤

Ladytron – Deadzone

Meg Myers – Running Up That Hill

Jade Bird – I Get No Joy

Nadia Reid – Fade Into You

Bat For Lashes – Jasmine Weiterlesen

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Haben wollen: Der (nicht nur) Feminist Killjoy-Geschenke-Guide

Es ist wieder soweit: Alles Gute zum Black Friday, Hals- und Beinbruch in der Vorweihnachtszeit und fröhliches Shoppen! Mein Geschmack ist nicht Jedermanns Sache, aber hier sind Dinge die ich kaufen würde oder bereits gekauft habe, manches davon völlig sinnlos aber hübsch. Xoxo wie jedes Jahr von Eurer Lieblingskonsumberaterin! ❤

1) Das Gute an diesem 3D Jane Austen Cookie Cutter ist dass beim Backen der Kekse die Gesichtszüge ein bisschen in Richtung Resting Bitch Face gehen. Also allein deshalb schon einer meiner Favoriten. Bestellen kann man das gute Ding: Hier.

2) Literarische Figuren und Ornamente von The Crow Imperium: In diesem Jahr bin ich ja die Reise meines Lebens angetreten, und zwar nach Haworth/England, dem Heimatörtchen der Brontë-Schwestern. Auf The Crow Imperium könnt Ihr alles mögliche ordern – u.a. auch unfassbar schöne literarische Figuren. Ich hab mir Emily Brontë und Katherine Earnshaw aus „Wuthering Heights“ auf die Wunschliste gesetzt.

(c) The Crow Emporium

(c) The Crow Emporium

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