Archiv der Kategorie: Faktotum

Haben wollen: Der (nicht nur) Feminist Killjoy-Geschenke-Guide

Es ist wieder soweit: Alles Gute zum Black Friday, Hals- und Beinbruch in der Vorweihnachtszeit und fröhliches Shoppen! Mein Geschmack ist nicht Jedermanns Sache, aber hier sind Dinge die ich kaufen würde oder bereits gekauft habe, manches davon völlig sinnlos aber hübsch. Xoxo wie jedes Jahr von Eurer Lieblingskonsumberaterin! ❤

1) Das Gute an diesem 3D Jane Austen Cookie Cutter ist dass beim Backen der Kekse die Gesichtszüge ein bisschen in Richtung Resting Bitch Face gehen. Also allein deshalb schon einer meiner Favoriten. Bestellen kann man das gute Ding: Hier.

2) Literarische Figuren und Ornamente von The Crow Imperium: In diesem Jahr bin ich ja die Reise meines Lebens angetreten, und zwar nach Haworth/England, dem Heimatörtchen der Brontë-Schwestern. Auf The Crow Imperium könnt Ihr alles mögliche ordern – u.a. auch unfassbar schöne literarische Figuren. Ich hab mir Emily Brontë und Katherine Earnshaw aus „Wuthering Heights“ auf die Wunschliste gesetzt.

(c) The Crow Emporium

(c) The Crow Emporium

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Róisín Murphy – Narcissus

Kann Róisín Murphy nun endlich mal 1 ein Disco-Album rausbringen?

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Allein auf dem Rolling Stone Park 2019: Quasi ein Livestream

07. November 2019, 09:01 Uhr

Liebes Tagebuch, heute ist Donnerstag, die ganze Woche schon ein ziemlicher Abschuss, heute abend muss/darf ich noch zum Ilgen-Nur-Konzert und nun hat mir Laura, mit der ich ja morgen e-i-g-e-n-t-l-i-c-h zum Rolling Stone Park fahre, grad geschrieben: „Hello! Schlechte Nachrichten. Ich bin absolut krank und kann mich eigentlich nirgends wo hinbewegen.“ RIP. VERDAMMT! Was nun? Muss absagen. Kann auf k-e-i-n-s-t-e-n 2,5 Tage alleine auf 1 Festival abhängen. ICH STERBE. Muss alles stornieren. Kann morgen auf gar keinen Fall fahren! Brauche erstmal Kaffee. A B S T U R Z!

07. November 2019, 12:21 Uhr

Liebes Tagebuch, habe mich bis zur Mittagspause wieder bissi sortiert. Bin doch ein harter Hund. Und habe mir gedacht: Wenn das kein Fall für die Female Festival Task Force ist, was dann? Fahre nun alleine zum RS Park. Habe im Europa Park-Hotel angerufen und ein Einzelzimmer geordert. Habe schließlich den ganzen Sommer über gerätselt ob ich mich jemals trauen würde alleine auf ein Festival zu fahren und hier muss ich nicht mal ein Zelt aufbauen. Und habe ein eigenes Klo, von der eigenen Dusche ganz zu schweigen. Packe das. Bin ja kein Schisser. Lade mir vor Abreise paar Serien aufs Tablet und kann mich im Notfall auch ins Hotel-Schwimmbad oder aufs Zimmer verpieseln und Schokolade vorm Fernseher essen. Wie bei einer Dienstreise. Ist ja so gesehen auch eine.

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Rolling Stone Park 2019: Pool und Schwebebahn statt Dixi Klo und Gummistiefel

Es ist November und es ist soweit: Ich bin fix und foxi, durch und feddich, geradezu durchgegart. Die Festival- und Konzertsaison 2019 hat mir in diesem Jahr einiges abverlangt (vielleicht bin ich inzwischen auch halt einfach nur: alt), und ich zähle die Tage bis zu den Weihnachtsferien, die ich zum Großteil im Plüsch-Einteiler auf dem Sofa verbringen möchte, bevorzugt mit einem Becher Grog in der Hand. Vom Glamping beim Graspop bis hin zu Natur- und Sexismuskatastrophen bei Rock im Park bis hin zu Winterjacke-und-Schal-Alarm beim Roskilde-Festival im Juli (ich denke auch heute noch manchmal noch an die neun Grad nachts im Zelt) habe ich mit meinen Girls und der Female Festival Task Force so ziemlich alles erlebt was Open Air-technisch möglich ist – nicht, ohne auch selber ein paar Federn gelassen zu haben.

Fotos: Von uns, geschossen beim ersten Rolling Stone Park im November 2019

Nun steht für 2019 nur noch ein Großfestival an, und zwar Rolling Stone Park im Europapark Rust am kommenden Wochenende. Unter Umständen hätte ich zu diesem Zeitpunkt und bei meiner Verfassung übelst Stress bei der Aussicht auf NOCH EIN RIESENFEST ÜBER MEHRERE TAGE. Aber in diesem Fall ist alles anders. Homies bei Twitter fragten sich letztens warum man sich Festivals antun sollte wo man sich ein Zelt mit „Daniel und Stefan“ und ein „Dixi Klo mit 50.000 Menschen“ teilen muss. Die Antwort ist: Man kann sie sich antun weil es manchmal auch die Komfort-Varianten mit Hotelzimmer, Bett, eigenem Bad und Frühstück gibt – und bei dieser Variante vom 8. bis 11. November in Rust werden wir wieder dabei sein.

Laura und ich haben letztes Jahr der Festival-Premiere im Europapark beigewohnt – und zwar aus Gründen die uns heute unangenehm sind (Ryan Adams). Im Sommer hatten wir bereits die Tickets gebucht, dann sagte Ryan die Show ab, dann waren wir erst traurig, dann nicht mehr nachdem sich in der Welt-Presse rumsprach dass er ein misogynes Arschloch ist, wir fuhren natürlich trotzdem – und hatten einfach die beste Zeit. Bei Anna Calvi standen wir in der ersten Reihe, entdeckten uns bisher unbekannte aber grandiose Bands wie die „Intergalactic Lovers“, schlugen uns abends die Bäuche mit dem feinen Caterer-Buffet voll und schwammen tagsüber im beheizten Außenpool.

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@intergalacticlovers. 👏🏽🎈💕

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Here we go again. . . . #RSPark

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10 Horrorfilme mit feministischem Einschlag

Gut, der feministische Einschlag ist manchmal nur versehentlich bei dieser Liste, aber: Wer heute oder am verlängerten Wochenende oder generell einfach mal wieder Lust hat auf einen guten Horrorfilm hat, der ist mit dieser Liste hier vielleicht ganz gut bedient. Wer Horrorfilme nicht aushalten kann schaltet am besten genau jetzt um!

1) A Girl Walks Home Alone At Night (2014)

Den feministische Vampirfilm der iranisch-amerikanischen Regisseurin und Drehbuchautorin Ana Lily Amirpour aus dem Jahr 2014 kann man nur ein halber Jahrzehnt später tatsächlich als Meilenstein bezeichnen.

2) Ghostbusters (2016)

Never forget mein Oberschatzi Holtzmann. 2019 wäre ein guter Zeitpunkt für einen zünftigen Re-Watch. ❤

3) Teeth – Wer zuletzt beisst, beisst am besten (2007)

Trashiger, sehr heteronormativer Horror, den ich aber immer wieder ballern könnte. Fun Fact: Als ich „Teeth“ vor Jahren als DVD bestellte konnte sie mir aus irgendwelchen Gründen nicht zugestellt werden – und der Film musste seine Rückreise in die USA antreten. Bis heute weiß ich nicht warum!

4) Season of the Witch (1973)

Sauberer Hexenfilm (der im Original „Hungry Wives“ hieß) mit einer wunderbaren Jan Mitchell in der Hauptrolle. Die Filmposter sind meiner Meinung nach bis heute einfach alle nur i-c-o-n-i-c.

5) Der Hexenclub (1996) Weiterlesen

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Check: Wo haben wir denn jetzt nun Rassismus und wo nicht?

In den letzten Tagen, Wochen, Monaten, vielleicht im ganzen Jahr 2018 gab es unterschiedliche Einschätzungen und Meinungen von Expert_innen und Hohlbroten dazu, wo es in Deutschland denn nun Rassismus gibt und wo nicht. Damit Ihr nicht durcheinander kommt habe ich nochmal zusammengetragen wer/wie/was/wann/wo.

Fußball

Hier diagnostizierte der Torwart der Nationalmannschaft Manuel Neuer nach dem ganzen Aufruhr den Mesut Özil verzapft hatte Anfang August: Im deutschen Fußball gibt es ganz klar keinen Rassimus. Man arbeite stattdessen mit dem Prinzip „Integration“()(lol). Schwein gehabt, würde ich sagen!

Sport

Hier wurde ein anderer Experte, nämliche DFB-Kapitän Thomas Müller, ebenfalls deutlich: Genauso wie im Fußball gäbe es im ganzen Sport natürlich überhaupt kein Fitzelchen Rassismus, von Rassismus könne „keine Rede sein“. Auch hier gilt: Glück gehabt, hätte ja sein können!

Schulen

Rassismus an Schulen? Was die Wissenschaft seit Jahren belegt wurde an der ein oder anderen Stelle im Feuilleton wegen der #metwo-Karambolage im Netz erstmal unter „Man könnte den Eindruck haben, dass…“ abgehandelt, durchaus auch mit dem Ergebnis: Jo, könnte sein. Zum Glück aber gibt es die Aufräum-Kolonne „Schule ohne Rassismus„: Paar Projekttage, Unterschriftenlisten, dies-das, und dann kommt ein Klebi an die Schule und zack: Praktisch kein Rassismus mehr! Yeah! Wie geil ist das denn bitte?

Ausschreitungen in Chemnitz da letztens

Ja, eigentlich sind sich die meisten sicher dass das Motiv Rassismus ist, wobei aber Seehofer, BILD-Zeitung und ein paar andere Konsorten das Gegenteil behaupten. Sachsens Ministerpräsident Kretschmer betonte außerdem, dass da vielleicht ein paar rechtsradikale Sportläufer rumgerannt sind auf den Demos was aber nicht gleich heißen muss dass es zu irgendwelchen Hetzjagden kam. Weiterlesen

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All-Time-Favs – 10 Platten, die mich prägten

Auf Facebook gibt es wieder so eine Kettenbrief-Aktion, aber von der Sorte gut, für die ich eigentlich auch unbedingt nominiert werden wollte, denn es geht um die 10 Platten, die einen am meisten geprägt haben, und mein Leib- und Magen-Schwafelthema ist ja bekannterweise Musik. Daniel aka Kotzendes Einhorn kann vielleicht Gedanken lesen und hatte die blendende Idee, das Ganze etwas umzubauen und ein Blog-Stöckchen daraus zu machen – und ein Wurf ging an mich. YEAH! Danke Daniel! Und hier kommt nun also meine schonungslose und nicht gerade innovative Liste – mal mit mehr, mal weniger aber insgesamt zu viel Geschwafel. Genau die richtige Lektüre für verträumte Minuten im Orthopädie-Wartezimmer!

Außerdem nominiere ich für die nächsten Runden: Herrn Urbach, Ninia LaGrande, Nilz Bokelberg, Laura und Svenja (warum die noch keinen Blog hat ist mir übrigens schleierhaft).

1. Madonna – Immaculate Collection

Sommer 1989, wir waren im Jahr zuvor gerade aufs Land in ein Kaff nahe Paderborn gezogen, unser Garten grenzte direkt an eine Kuhwiese, diese Wiese wurde rechts von einem Bachlauf eingesäumt in dem man im Sommer – wenn man nicht gerade versuchte die Kühe einzureiten was für alle beteiligten Menschen und Tiere weder spaßig noch ungefährlich war – auch rumplantschen konnte, es gab eine Forellenzucht in der Nachbarschaft, riesengroße Maisfelder und überall Trauerweiden in die man ganz vortrefflich Baumhäuser installieren konnte. Es roch wahrscheinlich auch überall und den ganzen Tag latent nach Gülle, aber damals gewöhnte man sich an alles. Und nichts in diesem Jahr sollte mein Leben so sehr prägen wie meine Freundschaft zu Anne vom Pferdehof nebenan, die vier Jahre älter als ich und bereits in der siebten Klasse war (und jetzt wisst Ihr auch ungefähr wie alt ich bin, obwohl ich gerne behauptet hätte ich wäre 1989 minus vier Jahre alt gewesen).

Es gibt diese Menschen, die wahrscheinlich ihr Leben lang nicht wissen werden wie groß ihr Einfluss auf andere gewesen ist, und Anne ist so ein Mensch für mich, zumindest in musiktechnischer Hinsicht, denn was ich von ihr in alles lernte lässt sich gar nicht in Worte fassen. Ich will es ganz unpathetisch und ohne Übertreibung sagen: Alles, was ich heute musikalisch und vielleicht auch so insgesamt als Mensch bin, lässt sich immer wieder unmittelbar auf Anne zurückführen (und später auch auf Helena, doch dazu später mehr bei Punkt 2). Anne nahm die ersten Mix-Tapes für mich auf, obwohl ich im Vergleich zu ihr ein kleiner Piep war, und ich glaube sie machte das weil sie irgendwie verstand dass mich der CD-Player in ihrem Teenie-Zimmer auf dem Bauernhof mehr interessierte als alle Maisfelder, Pferde und Baumhäuser (und Gülle-Geruch) zusammen, und das fand sie gut, denn ich glaube ihr ging es genauso. Weiterlesen

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Zum Todestag von Kurt Cobain: Brief an Bikini Kill

Tobi Vail & Kurt Cobain (via chapteronemanhatten – deactivated)

[Disclaimer: Das hier ist tatsächlich ein alter Crosspost von mir der mittlerweile auch schon ein halbes Jahrzehnt alt ist.]

Ich mache es kurz, denn es ist ja allgemein bekannt: Ich bin ein ganz großer Nirvana-Fan. Letztes Jahr habe ich Kurt Cobains Tagebücher gelesen, und sie haben mich schwer beeindruckt, weil sie mir unter anderem auch vor Augen führten, wie viel von dem, was wir heute so besprechen und verhandeln, schon Jahrzehnte altes und hart umkämpftes Diskurs-Terrain ist: *Ismen, die Gratwanderung zwischen kritischer Counter- und Pop-Culture, Rape-Culture, und und und.

Niemand, niemand kann sagen, dass zum Beispiel so etwas wie Rape Culture nicht schon immer und immer und immer wieder behandelt und angeprangert worden ist, so dass es doch heute eigentlich ein Witz ist, dass Aktivist_innen sich immer wieder wiederholen müssen, wenn es darum geht, gesellschaftliche strukturelle Missstände (als reale Faktoren) zu thematisieren.

Zu Cobains Todestag heute habe ich mir also hier mal die Mühe gemacht, Kurts Brief an Tobi Vail (Schlagzeugerin von Bikini Kill), den er im Frühjahr 1991 geschrieben hat (wenige Tage nachdem die Aufnahmen zu „Nevermind“ abgeschlossen wurden), hier crosszuposten (also, abzutippen!). Der Brief stammt aus „Journals“ (2002), das auch in Deutschland veröffentlicht wurde („Tagebücher“ von Kurt Cobain, Kiepenheuer & Witsch). Ich kann wirklich sehr (sehr!) empfehlen, diese Tagebücher bzw. gesammelten Werke Cobains zu lesen, da sie wirklich eindrucksvolle Zeitdokumente enthalten und zudem aufzeigen, was der tatsächliche Lebensplan von Kurt Cobain (inklusive Nirvana) gewesen zu sein scheint. Zum generellen Weiterlesen empfehle ich zudem den großartigen Text „Kurt Cobain and Masculinity“ von Cortney Alexander.

Ich denke, mensch muss sich hier auf keine Diskussion versteifen, ob Kurt jetzt tatsächlich durchgängig Feminist gewesen ist oder nicht. Wer sich mit Cobain beschäftigt hat, der weiß, dass er sich gegen Ende seines kurzen Lebens mit Kathleen Hannah von Bikini Kill überworfen hatte und sich danach zudem einige Male über die „ständige Bedürftigkeit“ einiger feministischer Aktivistinnen beschwerte. Müßig, darüber zu philosophieren, ob dies an dem Konflikt mit Hannah lag oder an einer Einstellung, die sich über die Jahre aus irgendwelchen Erfahrungswerten gespeist hatte. Weiterlesen

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Jetzt neu: Musik-Dokumentation „Syrian Metal is War“

Seit 2013 hat Monzer Darwish an seiner Dokumentation über die Metal-Szene in Syrien gearbeitet, genau heute vor vier Jahren startete er mit dem Crowdfunding für das Langzeitprojekt. Jetzt ist „Syrian Metal is War“ endlich fertig, anderthalb Stunden lang geworden und frei zugänglich auf YouTube oben.

„Thank you all for your unrelenting support since I started this project a little over four years ago. This film is intended to shed light and preserve the memories of metal artists and fans in war-torn Syria. It was filmed between mid-2013 and late 2014. The film is in no means extensive; it was filmed with a mobile phone and DSLR. Production, travelling, filming, and editing were minimal and utilized DIY methods.

It was a personal endeavour and hence naturally limited to my own resources. The footage and project traveled with me across continents, starting in Syria and following through to Algeria, Turkey, Greece, and the Netherlands. I carried it with me while applying for asylum, and it kept me going despite being entirely depleted of both will and resources to continue. Sam Zamrik believed in the project since its conception and its possible effects in bringing exposure to this small, down-trodden Syrian community. He worked on the linguistic presentation of the film, including interviews, translations, and creative writing. Through crowd funding efforts, our friends in Switzerland managed to raise enough money for gear to edit and actually finish the film.

Having finalized the film, my intent was to submit it to international festivals, since they would bring the most exposure to the artists. The intended runtime was two hours, but, having to accommodate festivals standards, I cut that to an hour and a half. Despite doing that, it wasn’t accepted. After several tries, I decided to bring the film to its audience; those who are truly interested, who have donated and supported us, and those in the film themselves.

The film is now on YouTube. It is accessible to everyone for free. It now belongs to you and what you make of it. Having said that, we will be wholeheartedly accepting donations to the film, as opposed to ticket sales or any revenue.“ (Monzer Darwish)

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Men to watch out for

Passend zu den aktuellen McHetzfeminismus-Wochen: Kein Bock auf Alice Schwarzer, lieber Hetze aus dem letzten Jahr!

Wann immer es in meiner feministischen Laufbahn um feministische Cis-Männer ging, sie mir begegneten, ich mit ihnen sprach oder mir zum Feminismus konvertierte Mannsbilder via Telefon, Mail, Blog-Kommentarspalte oder Sprachnachricht mitteilten, sie hätten es jetzt begriffen und würden sich ab sofort »für die Sache« einsetzen, kam es zu gespenstischen Szenen und Erlebnissen, von denen ich die meisten gerne vergessen würde.

So konnte es vorkommen, dass Männer, die erst drei Tage zuvor bewusst das Wort »Geschlechterungerechtigkeit« in ihrem Gehirn von der einen in die andere Ecke geschoben hatten, mir lautstark Nachhilfe in Sachen Feminismus geben wollten. Andere Männer nutzten das dazugewonnene Feminismus-Label, um vor allem in sozialen Netzwerken auf Sympathiefang zu gehen – und am Ende eigentlich andere Transferprodukte zu bewerben: Musik, Kunst, Text, Bild, Ton oder einfach sich selbst. Weiterlesen

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