Archiv des Autors: shehadistan

Haben wollen: (Nicht nur) Feminist Killjoy-Geschenke

Das dritte Mal in Folge: Wie jedes Jahr bekommt Ihr wieder meine Weiterverschenkempfehlungen für den Rest des Jahres (oder natürlich auch jede andere Gelegenheit im nächsten Jahr). Oder Ihr schenkt Euch selbst mal wieder was. Wie gewohnt mit den besten Empfehlungen von Eurer Konsumberaterin, Nadia xx. PS: Auch Magda hat bereits einen Geschenke-Guide zusammengestellt, ihre Liste findet Ihr hier.

1 FOR ALL-VINYL-STICKER

Ein Sticker auf dem Marvelous Mrs. Maisel, Amy Sherman-Palladio, Rory & Lorelai Gilmore und Sporty Spice drauf sind – Du denkst das ist zu schön um wahr zu sein? Gibt es aber: Bei Etsy! Auch andere sehr logische Kombinationen sind möglich, zum Beispiel: Rory und Chewbacca!

Etsy, AdultsAreKidsToo

Etsy, AdultsAreKidsToo

1 EIN BECHER FÜR ALLE FÄLLE

Nachdem im letzten Jahr der Token-Pulli der große Renner war empfehle ich in diesem Jahr mit einer Not your Token-Tasse. Da schmeckt das heiß-oder Kaltgetränk doch gleich viel besser! Gesehen bei: REDBUBBLE.

Und wenn wir schon beim Thema Tassen sind: Ich finde ja auch Universal-Lösungen toll, also zum Beispiel Motive die einerseits für male tears stehen aber andererseits auch Dawson Leary veräppeln.

Etsy / VictoryScreechLabs

BJÖRK-ANHÄNGER

Björk im berühmten Schwankleid als Anhänger, vielleicht überflüssig, vielleicht aber auch ein Must Have! Kann man zur Not auch an den Weihnachtsbaum hängen, ist aber auf jeden Fall ein All Season-Gerät. Gesehen bei: HeyKidsRocknRoll.

HeyKidsRocknRoll

 

POSTKARTEN / POSTER

Ob sinnvolle Feiertagsgrüße oder all year-Weisheiten: Wunderschöne Karten und Poster gibt es bei LeoAndSag und bei decolonial_killjoy.

LeoAndSag

@decolonial_killjoy

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Dein Sternzeichen verrät welchen Weihnachtsfilm Du schauen solltest

Ich hatte letztens bei Twitter nachgefragt ob irgendjemand wissen möchte welcher Weihnachtsfilm seinem Sternzeichen entspricht und nachdem fünf Leute das für eine gute Idee hielten angedroht eine sehr wichtige „Dieser Weihnachtsfilm entspricht Deinem Sternzeichen am allermeisten“-Liste zu veröffentlichen, und voilà, hier ist sie!

Steinbock

Realistisch, fleißig, meistens beruflich erfolgreich, verantwortungsvoll, manchmal stur, gut im Umgang mit Geld, im schlimmsten Fall – oh Lord – geizig und mit den besten Vorzügen ausgestattet den Kapitalismus zu ihren Gunsten zu überleben, ABER wenn es hart auf hart kommt sind sie immer für ihre Liebsten da, das betrifft Familie genauso wie gute Freund_innen. Ich möchte an dieser Stelle auch gar nicht untertreiben, der Steinbock könnte an und für sich auch in jedem dunklen viktorianischen Roman aller Zeiten am Herd stehen und Geldscheine auskochen oder bei Eis und Schnee Wäsche im Freien aufhängen. Ich setze noch einen drauf: Der Steinbock ist das Sternzeichen das Charles Dickens erfunden hätte wenn er die Macht dazu gehabt hätte, und genau deswegen kann es auch nur einen Weihnachtsfilm für Steinböcke geben: „Charles Dickens` Weihnachtsgeschichte“!

Wassermann

Einzelgänger_innen, kreativ, selbstständig, ihrer Zeit voraus, revolutionär, Expert_innen für Schabernack aber niemals richtig erwachsen: DER Klischeeweihnachtsfilm für alle Wassermänner dieses Universums ist „Home Alone“. Wassermänner werden schon als Kind ab und an den Supra-Emanzipationswunsch gedacht haben, sich von den Eltern möglichst frühzeitig abzunabeln. „Home Alone“ spielt dabei auf den inneren Kevin eines jeden Wassermanns an: Wie wäre es, gerade in den Ferien mal die ganze Familie von den Hacken zu haben? Gut, im Unterschied zu Kevin müssen wir festhalten dass der Wassermann zwar immer geile Ideen hat aber eigentlich kaum eine davon umsetzt (die ausgefeilten Einbrecherfallen etc. aus „Home Alone“ sind zum Beispiel etwas, das niemals in einem Wassermann-Haushalt auftauchen könnte, es sei denn der Wassermann baut solche Szenerien weil er eigentlich DRINGEND etwas anders tun sollte), aber trotzdem: Humor und Tempo und das ganze Chaos drumherum passen!

Fische

Hallo lieber Fisch. Die gute Nachricht: Du gehörst zu den gutherzigsten Personen aller Zeiten. Die schlechte Nachricht: Das ist auch die schlechte Nachricht, weil Deine Gutherzigkeit Dich manchmal bis an den Rand der Erschöpfung treiben kann. Ausgenutzt werden, ausgetauscht werden, you know it all! Hinzu kommt dass Du sehr sensibel und empathisch bist und Ungerechtigkeit auf gar keinsten abkannst. Deswegen kann es auch nur einen Weihnachtsfilm für Dich geben, und der ist nicht mal mehr auf DVD erhältlich, oh what a life! Jim Hensons „Die wundersame Geschichte vom Weihnachtsspielzeug“ trifft den Fisch wie ein Hammer das Herz. Das Spielzeug im Kinderzimmer ist eigentlich lebendig wenn niemand hinsieht, und kurz vor Weihnachten macht sich eine böse Vorahnung breit: Kann es sein, dass alle Spielzeuge in der Zukunft ignoriert werden weil die verwöhnten Rotzblagen zu Weihnachten neues Spielzeug bekommen werden? Na, blutet Dir schon das Herz, lieber Fisch? Dann ab, schnell zu den Taschentüchern! Und nicht den Schnodder in der Nase hochziehen, das führt zu verstopften Nebenhöhlen!

Widder Weiterlesen

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A Year in Music: Die ganz ausgezeichnete 2018-Leser_innen-Playlist

Es ist wieder soweit, und wenn Ihr im Internet „Leser_innen-Playlist“ in die Suchmaske landet Ihr natürlich nur an einem Ort: Hier! Ihr, meine lieben Leser_innen, Freund_innen und Partners in Crime habt auch in diesem Jahr Eure meistgehörten Tracks auf allen Kanälen mit mir geteilt. Herausgekommen ist mal wieder eine bombastische Playlist die der vom letzten Jahr in Nix nachsteht. Danke dass Ihr trotz Blog-Schlaf immer noch bei der Stange bleibt. Dafür gibt es nächste Woche auch wieder die alljährliche Geschenke-Liste, promise! ❤

1) Janelle Monáe – Pynk (Mit den besten Empfehlungen von Charlott)

2) Lady Gaga – I`ll never love again (Ich weiß wer 2x im Kino geheult hat, Nike auch)

3) Christine and the Queens – The Walker (Wow. So ein guter Track. Danke Bianca!)

4) Sa-Roc – Forever (Fetzt. Empfehlung von @pinkapflasterstein)

5) The Fifth Dimension – Aquarius (Dauerbrenner 2018 nei Nani)

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Sechs Jahre in Shehadistan: Noch ein Blog-Geburtstag

CosmicJokeJewelry, Etsy

2012 lud ich – ebenfalls an einem grauen Freitag – hier den ersten Blogtext hoch, und es folgten einige Jahre Halligalli, und dann fiel der Bubble-Bereich der deutschsprachigen Blogosphäre in dem ich mich herumtrieb ein bisschen in einen Dornröschen-Schlaf und ich gleich mit. Ich könnte deswegen hier und heute nun einen pathetischen „Warum ich nicht mehr so viel blogge wie früher“-Schmiertext hochpumpen, um sechs Jahre meiner Blog-Geschichte mit eigener Webpräsenz auszuwerten. Der könnte ungefähr so gehen: „Früher habe ich total gerne gebloggt, aber wegen der ganzen Hater_innen, wegen des politischen Klimas, wegen des Aufwands, wegen bliblablupp mache ich das nicht mehr so gerne!“ Ist aber alles Quatsch, natürlich.

Die Wahrheit ist, dass ich wann immer ich in diesem WordPress-Backend rumschraube ich mir vorkomme wie in einem alten Atari-Spiel.Tatsächlich kommt es mir mittlerweile so oldschool und verstaubt vor, meinen WordPress-Account zu bespielen, dass ich kurz davor bin es wieder richtig spaßig zu finden.

Die Wahrheit ist, dass ich seit pie mal Daumen 2014 eher Inhalte im Netz konsumiere statt produziere, was keine Behauptung ist sondern sich anhand meiner Blogstatistik haargenau verfolgen lässt (hallo, Netflix!).

Die Wahrheit ist, dass jetzt natürlich Instagram, Podcasts, YouTube, etc. ganz neue Möglichkeiten bieten und ich tatsächlich mit ganz vortrefflichen Comradinnen da auch die ein oder andere Plattform bespiele.

Die Wahrheit ist, dass die Crew ausgezeichneter Menschen, die ich wegen des Internets kennengelernt habe, mittlerweile so groß ist dass es öfter mal vorkommt, dass wir uns einfach regelmäßig analog treffen weil wir es nicht mehr ohne einander aushalten. Weiterlesen

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Check: Wo haben wir denn jetzt nun Rassismus und wo nicht?

In den letzten Tagen, Wochen, Monaten, vielleicht im ganzen Jahr 2018 gab es unterschiedliche Einschätzungen und Meinungen von Expert_innen und Hohlbroten dazu, wo es in Deutschland denn nun Rassismus gibt und wo nicht. Damit Ihr nicht durcheinander kommt habe ich nochmal zusammengetragen wer/wie/was/wann/wo.

Fußball

Hier diagnostizierte der Torwart der Nationalmannschaft Manuel Neuer nach dem ganzen Aufruhr den Mesut Özil verzapft hatte Anfang August: Im deutschen Fußball gibt es ganz klar keinen Rassimus. Man arbeite stattdessen mit dem Prinzip „Integration“()(lol). Schwein gehabt, würde ich sagen!

Sport

Hier wurde ein anderer Experte, nämliche DFB-Kapitän Thomas Müller, ebenfalls deutlich: Genauso wie im Fußball gäbe es im ganzen Sport natürlich überhaupt kein Fitzelchen Rassismus, von Rassismus könne „keine Rede sein“. Auch hier gilt: Glück gehabt, hätte ja sein können!

Schulen

Rassismus an Schulen? Was die Wissenschaft seit Jahren belegt wurde an der ein oder anderen Stelle im Feuilleton wegen der #metwo-Karambolage im Netz erstmal unter „Man könnte den Eindruck haben, dass…“ abgehandelt, durchaus auch mit dem Ergebnis: Jo, könnte sein. Zum Glück aber gibt es die Aufräum-Kolonne „Schule ohne Rassismus„: Paar Projekttage, Unterschriftenlisten, dies-das, und dann kommt ein Klebi an die Schule und zack: Praktisch kein Rassismus mehr! Yeah! Wie geil ist das denn bitte?

Ausschreitungen in Chemnitz da letztens

Ja, eigentlich sind sich die meisten sicher dass das Motiv Rassismus ist, wobei aber Seehofer, BILD-Zeitung und ein paar andere Konsorten das Gegenteil behaupten. Sachsens Ministerpräsident Kretschmer betonte außerdem, dass da vielleicht ein paar rechtsradikale Sportläufer rumgerannt sind auf den Demos was aber nicht gleich heißen muss dass es zu irgendwelchen Hetzjagden kam. Weiterlesen

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Die ultimative Madonna-Playlist (Leser_innen-Vote)

Zum 60. Geburtstag von Mrs. Ciccone wollte ich wissen: Welche Madonna-Tracks empfiehlt meine Stamm-Leser_innenschaft dringend? Da es sich um eine ganz ausgezeichnete Gang mit vortrefflichem Musik-Wissen handelt versammelt sich hier von Standards, B-Sides, verborgenen Punk-Aufnahmen und guten Live-Mitschnitten alles. Here are the results!:

(via Christin)

(via Nathalie)

(via Julian und Ninia) Weiterlesen

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All-Time-Favs – 10 Platten, die mich prägten

Auf Facebook gibt es wieder so eine Kettenbrief-Aktion, aber von der Sorte gut, für die ich eigentlich auch unbedingt nominiert werden wollte, denn es geht um die 10 Platten, die einen am meisten geprägt haben, und mein Leib- und Magen-Schwafelthema ist ja bekannterweise Musik. Daniel aka Kotzendes Einhorn kann vielleicht Gedanken lesen und hatte die blendende Idee, das Ganze etwas umzubauen und ein Blog-Stöckchen daraus zu machen – und ein Wurf ging an mich. YEAH! Danke Daniel! Und hier kommt nun also meine schonungslose und nicht gerade innovative Liste – mal mit mehr, mal weniger aber insgesamt zu viel Geschwafel. Genau die richtige Lektüre für verträumte Minuten im Orthopädie-Wartezimmer!

Außerdem nominiere ich für die nächsten Runden: Herrn Urbach, Ninia LaGrande, Nilz Bokelberg, Laura und Svenja (warum die noch keinen Blog hat ist mir übrigens schleierhaft).

1. Madonna – Immaculate Collection

Sommer 1989, wir waren im Jahr zuvor gerade aufs Land in ein Kaff nahe Paderborn gezogen, unser Garten grenzte direkt an eine Kuhwiese, diese Wiese wurde rechts von einem Bachlauf eingesäumt in dem man im Sommer – wenn man nicht gerade versuchte die Kühe einzureiten was für alle beteiligten Menschen und Tiere weder spaßig noch ungefährlich war – auch rumplantschen konnte, es gab eine Forellenzucht in der Nachbarschaft, riesengroße Maisfelder und überall Trauerweiden in die man ganz vortrefflich Baumhäuser installieren konnte. Es roch wahrscheinlich auch überall und den ganzen Tag latent nach Gülle, aber damals gewöhnte man sich an alles. Und nichts in diesem Jahr sollte mein Leben so sehr prägen wie meine Freundschaft zu Anne vom Pferdehof nebenan, die vier Jahre älter als ich und bereits in der siebten Klasse war (und jetzt wisst Ihr auch ungefähr wie alt ich bin, obwohl ich gerne behauptet hätte ich wäre 1989 minus vier Jahre alt gewesen).

Es gibt diese Menschen, die wahrscheinlich ihr Leben lang nicht wissen werden wie groß ihr Einfluss auf andere gewesen ist, und Anne ist so ein Mensch für mich, zumindest in musiktechnischer Hinsicht, denn was ich von ihr in alles lernte lässt sich gar nicht in Worte fassen. Ich will es ganz unpathetisch und ohne Übertreibung sagen: Alles, was ich heute musikalisch und vielleicht auch so insgesamt als Mensch bin, lässt sich immer wieder unmittelbar auf Anne zurückführen (und später auch auf Helena, doch dazu später mehr bei Punkt 2). Anne nahm die ersten Mix-Tapes für mich auf, obwohl ich im Vergleich zu ihr ein kleiner Piep war, und ich glaube sie machte das weil sie irgendwie verstand dass mich der CD-Player in ihrem Teenie-Zimmer auf dem Bauernhof mehr interessierte als alle Maisfelder, Pferde und Baumhäuser (und Gülle-Geruch) zusammen, und das fand sie gut, denn ich glaube ihr ging es genauso. Weiterlesen

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Leila K-Doku: „Fuck you. Fuck you very much.“

Euro-Pop-Sternchen, eins von Lady Gagas großen Idolen und über die Jahre wie viele andere in der Versenkung verschwunden (leider mit starken gesundheitlichen Problemen), aber in meinem Plattenschrank und Fan-Herz lebt sie seit 1992 relativ zuverlässig: Leila K. Vor vielen Jahren musste ich mir mal auf sehr einem sehr umständlichen Weg die Doku „Fuck you. Fuck you very much“ über ihre späte Schaffensphase in den 90ern besorgen, nun bin ich gerade bei YouTube darüber gestolpert. Glaubt mir, Ihr wollt diese Doku sehen, spätestens wenn es heute nachmittag anfängt zu regnen.

Seltene Bilder hält „Fuck you. Fuck you very much“ bereit: Eine bereits ziemlich neben sich stehende Leila K steht bei einer Award-Show mit der gerade durchgestarteten Lutricia McNeal („Ain`t that just the way„), die ebenfalls schon etwas verloren wirkt, so dass man am liebsten beide in den Arm nehmen will. Leila Ks Zweifel an ihren Möglichkeiten im Musik-Business („It would have been better if I had a guy“). Zusätzlich ein Blick auf die nordwest-europäische Pop-Musikszene der 90er Jahre, die an mancher Stelle durchaus diverser wirkte als heute – bei den Swedish Grammy Awards 1997 ist Leila nominiert, es gewinnt am Ende aber die kurdischstämmige Sängerin Dilba (und Leila Ks etwas unrühmlich-peinliche Reaktion darauf geht in die schwedische Pop-Geschichte ein).

Über die Jahre gab es immer mal wieder bedrückende News über Leila Ks Gesundheitszustand und zwischenzeitliche Phasen der Obdachlosigkeit, aber seit letztem Jahr geht es ihr glücklicherweise anscheinend wieder besser.

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Janelle Monáe – PYNK

abt a yr ago janelle played me like 20 songs and asked me which one was my fave and i was like ‘def pynk’ which was the right answer {phew} cuz she wanted some harmonies &vibes on it.“ (Grimes)

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