Rettungsaktion FEMEN: Aufruf zum angezogenen Jihad

Macht mit! Mehr Kleidung für die FEMEN beim Angezogenen Jihad!

Macht mit! Mehr Kleidung für die FEMEN beim Angezogenen Jihad!

Hi liebe Menschen,

ach, ich weiß, dieser ganze Kacka um die FEMEN, er nervt einfach nur noch. Und heute wird mir also schon wieder so ein Text über unsere Blumen-im-Haar-Mädchen in die Timeline gespült, und zwar der von Heide Oestreich: „Topless oder Kopflos“ heißt der. Und auch da steht mal wieder ganz viel Stuss drinne, zum Beispiel:

„Haben die Femen mal wieder überzogen? Ja. Aber das genau ist ihr Konzept. Man kann durchaus nackt seine Solidarität mit einer nackten Tunesierin zeigen – völlig legitim. Und wo soll man gegen eine patriarchal interpretierte Religion protestieren, wenn nicht vor einer Moschee? Auch die Ahmaddiya sind nicht durch ein fortschrittliches Frauenbild aufgefallen. Die Femen wollten keine Musliminnen retten, sondern mit einer symbolischen Aktion Aufmerksamkeit generieren. Nicht mehr und nicht weniger. Sie fordern auch keine Muslimin auf, sich zu entblößen. Als ZuschauerIn muss man dafür allerdings schon den unbedingten Willen zur Abstraktion beweisen. So, wie das Kreuz in Kiew als Symbol für die Unterdrückung der Kirche fallen musste, obwohl es konkret ganz anders gemeint war, kann auch die konkrete Moschee nichts mit tunesischen Konservativen zu tun haben sondern als Symbol dienen. Ein solcher symbolischer Protest muss möglich sein – auch wenn die Einsatzorte sensibler ausgesucht werden könnten.“

Und was soll ich sagen, das Grundproblem ist für mich mittlerweile klar: All diese Aktionen und halben Pro-Texte sind eigentlich Nebelkerzen und Ablenkungsmanöver, denn eigentlich liegt es ja auf der Hand. Die FEMEN müssen gerettet werden! Vor ihrer Inhaltlosigkeit, vor  der Bevormundung aus der Ukraine (zumindest was die Außenstelle Deutschland betrifft), vor all den (rassistischen, heterosexistischen, antisemitischen und-und-und) Fettnäpfen, in die sie in den letzten Monaten getappt sind. Und vor ihrer eigenen Peinlichkeit. Und vor Inna Schewschenko, die Sachen verbal absondert, die selbst Bananen besser formulieren könnten ( „Wie ihr wisst, haben […] alle Sklaven bestritten, dass sie Sklaven sind.“).

Und, mashallah, last not least: Die Mädchen müssen sich endlich mal was anziehen. Und sich mal von mir ein ordentliches Butterbrot schmieren lassen. Und sich entspannen. So geht das ja alles nicht. Also rufe ich zum angezogenen Jihad auf, damit wir die FEMEN jetzt endlich mal gerettet kriegen. Denn die Schwestern wissen nämlich nicht dass sie eigentlich ganz dolle unsere Hilfe brauchen. Ich war übrigens schon Feministin bevor die meisten FEMEN das Wort „topless“ überhaupt buchstabieren konnten.  Und wer mitmachen will, der hält sich einfach an: Spread the Word. Und spendet: Klamotten. Besslama.

Getaggt mit ,

3 Gedanken zu „Rettungsaktion FEMEN: Aufruf zum angezogenen Jihad

  1. Samia sagt:

    Den Track hasse ich von ganzem Herzen (wie Femen!), Sl*tshaming Galore. Und dein Aufruf.. Ich versteh schon, du drehst es um. Aber es gibt ja diese Hetze auch in echt. Dass wir uns anziehen sollen. Ich hab die jedenfalls schon oft abgekriegt und da fühlt sich sowas hier einfach scheiße an.

  2. Aber man muss doch anerkennen, dass Femen gerade durch die Nacktheit sehr viel Aufmerksamkeit durch die Medien bekommen, mehr als irgendeine x-beliebige Protestaktion.
    Wäre das ganze nicht mit teilweise vollkommen blödsinnigen und peinlichen Aktionen verknüpft (die Fettnäpchen, wie du schon sagtest)…

  3. Aber frau muss ja anerkennen, dass Femen durch die Nacktheit mehr Aufmerksamkeit zuteil wird, als irgendeiner x-beliebigen Protestaktion.
    Wäre das ganzen nur nicht so oft mit blödsinnigen/peinlichen Aktionen verknüpft, fände ich diese Art von Protest schon ernstzunehmen. Aber durch die diversen “Fettnäpchen” schlägt das leider ins Gegenteil um…

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