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Maria und Josef-Tralala in der „ZEIT“: Overacting „Armut“

Flickr (c) FundraisingZum Zeit-Text „Maria und Josef in Neukölln„: Natürlich ausgerechnet zur Weihnachtszeit, das heißt, ich hab nicht mal Zeit für total ausgefeiltes Kommentieren dieses Beitrags, der in den Netzwerken grad hoch- und runter geshared wird. Dabei finde ich ihn vor allem: Sehr ärgerlich.

Worum geht es?

„An diesem nieselnassen Mittwochmorgen nämlich lassen wir in der Sonnenallee Rucksack und Plastiktüten von den Schultern rutschen, rollen vor dem Schaufenster eines Netto-Marktes eine alte Wolldecke aus, ziehen die Mützen tiefer ins Gesicht und hocken uns auf den Gehsteig. Wir, das sind zwei ZEIT -Reporter, von nun an eine Woche lang ein Paar in zerschlissener Kleidung und zertretenen Schuhen.“

Um zwei Journalist_innen, die „Armut“ spielen. Oder „Obdachlosigkeit“. Oder irgendein anderes Klischee rund um „arm sein“, von denen die Mittelschichtsbürger_innen – also auch die, die für`s Feuilleton arbeiten – ungefähr genauso viel authentische Ahnung haben wie ich über all die heterogenen Angewohnheiten und Plaisirs der Upperclass. Weiterlesen

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