Bagels selber backen. Like a Pro.

Es ist eigentlich alles ganz einfach. Seit gestern ist meine kleine wunderbare Welt noch viel wunderbarer geworden, weil ich aufgrund einer Verkettung zufälliger Ereignisse aus Versehen zum ersten Mal Bagels selber machte und nun ganz beeindruckt von mir selbst bin, und zwar einfach aufgrund meiner neu entdeckten Bagel-Herstellungsfähigkeit. Und weil ich mit mittlerweile (plusminus) drei Kochrezepten hier im Blog nun auch davon überzeugt bin, zumindest eine Teilzeitfoodbloggerin zu sein, gibt es auch ab sofort eine neue Rubrik, und in die kann ich ohne schlechtes Gewissen zukünftig das ganze Essen reinschieben: „Hangry!“

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Aber nun ja, zurück zu den Bagels. Ich könnte Euch den Anfang der Geschichte erzählen, die so geht dass ich aufgrund schlechten Wetters gestern tatsächlich ans Haus gefesselt war, ich aufgrund der Ermangelung an Entscheidungsfähigkeit und Spontanität (Welche neue Serie sollte ich zuerst angucken?) das einzig auf der Hand liegende tat (O.C., California – zum dritten Mal), und wie es mich dann, ungefähr bei Folge 1,5 der Staffel 2, überkam: Aktionismus. Auslöser der neu gewonnenen produktiven Unruhe war Sandy Cohen, der mich schon vor Jahren mit seiner Bagel-Sucht ganz kirre und nervös machte, und damals schwor ich mir: Irgendwann würde ich gucken, ob man die Dinger selber herstellen kann. Der Tag war also gekommen. Und das Fazit: Man kann, natürlich. Und zwar eigentlich total schnell!

Aber weil das alles fast schon wieder eine andere Geschichte und total uninteressant ist lassen wir uns davon nicht beirren, sondern machen weiter mit den Zutaten (für zehn bis zwölf Bagels):

500 Gramm Mehl

1 Paket Trockenhefe

1,5 Esslöffel Zucker

1 Teelöffel Salz

2 Esslöffel Öl

300 ml lauwarmes Wasser

1 Teelöffel Honig (für das „Frittierwasser“) oder 1 Teelöffel Zucker (vegan)

1 Ei zum Bepinseln der Bagels vor dem Backen, Veganer_innen nehmen eine der üblichen Alternativen.

Und die Zubereitung geht so:

Ihr mischt das Mehl, die Hefe, Salz und Zucker und knetet dann unter Zugabe von Wasser und Öl einen Hefeteig. Den lasst Ihr dann ungefähr 30 Minuten an einem warmen Ort vor Zugluft geschützt gehen, bis er sich verdoppelt hat. Dann knetet Ihr ihn nochmal ordentlich durch und zerteilt den Teig in etwa zehn bis zwölf Teile.

Dann formt ihr aus den Teilen Kugeln, und in die Mitte jeder Kugel drückt ihr mit einem Kochlöffelstiel das berühmte Bagel-Loch, das Ihr dann mit kreisenden Bewegungen auf Wunschgröße ausdehnen könnt (das Ganze sollte auch mit Handarbeit gehen). Wenn Ihr die Bagels geformt habt, lasst Ihr sie nochmal eine halbe Stunde zugedeckt aufgehen.

Dann müssen die Bagelrohlinge in siedendem Honigwasser (alternativ geht auch Zucker- oder Salzwasser) kurz anfrittiert werden: Dazu einen großen Topf mit Wasser befüllen und den Honig oder Zucker unterrühren, dann die Bagels vorsichtig ins Wasser heben (am besten mit einem Schöpflöffel) und je Seite etwa zwei Minuten backen.

Dann die Bagels aus dem Wasser heben, mit dem aufgeschlagenen Ei bepinseln und bei Bedarf bestreuen, zum Beispiel mit Sesam, Mohn oder irgendwas anderem.

Dann werden die Bagels ca. 20 Minuten bei 200° im Backofen gebacken. Fertig. Und gut.

(PS: Das Ganze ist wirklich eine ganz einfache Kiste. Herr Urbach, den ich teilweise während des Backprozesses an der Telefonstrippe hatte damit er mir von seiner Amerika-Reise erzählen konnte, kann das bestätigen.)

Getaggt mit ,

4 Gedanken zu „Bagels selber backen. Like a Pro.

  1. herrurbach sagt:

    Ich bestätige die Aussagen von Nadia vollumfänglich 🙂

  2. […] Das Originalrezept (mit Hefe, ohne Vollkornmehl) habe ich übrigens von Shehadistan. […]

  3. […] The original recipe (using yeast, no whole-grain, in German) is from Shehadistan. […]

  4. […] Folgen O.C., California geguckt. Und keine einzige Sekunde bereut! O.C. inspirierte mich dazu, Bagels im großen Stil selbst herzustellen. Allein dafür hat sich dieser Ausflug ins letzte […]

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