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Das Problem mit weißen Konvertiten

Jordan Horner, Part des Londoner Pendants der Sharia-Polizei – und Konvertit. via dailymail.co.uk

Zum Islam konvertierte weiße Menschen gehörten schon vor Breitbandinternet immer wieder zu meinem sozialen Nahfeld. Im Kindesalter ergab sich dies durch diverse multi-ethnische Familien mit denen meine Eltern befreundet waren, und in denen in der Regel die (weiße, nicht immer deutsche) Frau zum Islam konvertiert war. Heute nerven mich weiße Konvertit_innen vor allem in Schlagzeilen und Internet. Und sie nerven nicht nur, sie müssen langsam mal dringend als Teil rassistischer Praxis problematisiert werden wenn es um kulturelle Aneignung geht: Vor allem dann, wenn sie als i-Tüpfelchen ein schlechtes Licht auf marginalisierte communities werfen und als Vertreter_innen migrantisierter Menschen oder einer muslimischen Diaspora (in Deutschland oder anderswo) identifiziert werden. Den einzigen Reflex den sie mittlerweile bei mir noch auslösen ist eigentlich  nur noch der hier: OOOOOOOOOOOOOOAAAAAAAAAAAAARRRRRRRRRRRR. Weiterlesen

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Nicht nur zur Weihnachtszeit: Ein Jahr mit Salafisten

Kennen Sie diesen Mann? (Flickr (c) vince 42)

Kennen Sie diesen Mann? (Flickr (c) vince 42)

2012 – Wörter, die man dem Nullachtfuffzehn-Durchschnittsdenke-Journalist niemals hätte beibringen dürfen: „Salafisten“. Die Welt scheint um so vieles unerträglicher geworden zu sein, seit dieser Begriff (und die damit einhergehenden Ideen) der breiten Masse ins Gehirn geprokelt wurden. Nach „Migrationshintergrund“ ist „Salafisten“ auf jeden Fall eins meiner Lieblingshasswörter. Jedes Mal, wenn irgendwo irgendwer „Salafisten“ sagt oder schreibt, möchte ich am liebsten eine Kotztüte aufreißen.

Dass Menschen sich 2012 mit „Salafisten“ beschäftigen ist natürlich nix Schlimmes an sich. Es ist nur dann schlimm, wenn man die Dutzenden selbsternannten Orient- und Islamforscher_innen im eigenen Nah- und Fernfeld ertragen muss.  Islam- und Sonstwas-Experte kann man in Deutschland nämlich auch ohne entsprechende Ausbildung sein – vor allem, wenn man Journalist ist. Weiterlesen

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