Warum ich trotz #HoGeSa heute trotzdem Zug fahren würde

Als letzte Woche bekannt wurde, dass das Verbot der heutigen Nazi-Demonstration in Hannover keinen Bestand hat, und daraufhin an vielen Stellen Zugwarnungen (insbesondere für PoC und muslimischstämmige Personen) ausgesprochen wurden dachte ich auch zunächst: Keine Zugfahrt am Samstag für mich.

So schön ist es in Zügen der DB nicht immer.

So schön ist es in Zügen der DB nicht immer.

Nun stand ich gestern aber in einem voll gestopften RE Richtung Minden – derselbe, der für heute als (einer von einigen Zügen) unfahrbar gilt, als No-Go-Area, als gefährliche Zone. Hinter mir ein Glatzkopf mit eindeutigem Pulli, Tattoo, Bierflasche in der Hand. Ich nahm ihn erst gar nicht wahr bis ich merkte, dass hinter mir einer hasserfüllt in sein Handy rotzte (“Die asozialste Zugfahrt die ich je erlebt habe, nur Gesocks im Zug!!!”), zwischendurch beherzt rülpste und aggressiv den Schnodder in der Nase hochzog und zwei Dudes (Kanaken-Bros) mir verzweifelt-sarkastisch zuzwinkerten. Den Kopf einmal halb zur Seite gedreht offenbarte sich mir die ganze Pracht des Elends, und ich muss zugeben, fast noch mehr als der Nazi-Sponk im Rücken widerte mich die Vorstellung an dass jemand mir auf die Haare rülpst, und ich stellte mich so gut es eben in dem beengten Zug ging in den nächsten Gang. Weiterlesen

Getaggt mit

Adventskalender-Ritual: Ihr schlagt vor, Theoretical Girl covert

Theoretical Girl

Theoretical Girl

Nicht nur, weil Theoretical Girl letztes Jahr meinen Cover-Wunsch “I’m on Fire” in ihren absolut bezaubernden Adventskalender aufnahm bin ich jedes Jahr ganz verliebt in ihr Weihnachtsprojekt – auch so halte ich schon seit langem ganz viel von ihr! Sie macht einfach den schönsten Musikkalender, alle Tracks werden im Dezember zum Download freigegeben und am Ende kommt, zack, eine ziemlich hübsche Playlist heraus.

Sie nimmt ab sofort wieder Vorschläge für Cover-Versionen an verriet sie vor ein paar Tagen auf Facebook, und Eure Chancen berücksichtigt zu werden dürften gar nicht mal so schlecht sein – mit knapp über 2000 Fans ist sie unerklärlicherweise für meinen Geschmack immer noch viel zu underrated. Also, hopp hopp! Und bis dahin gibt es nochmal “mein Lied” (und ein paar andere):

I’m on Fire

Weiterlesen

Getaggt mit ,

Ein bisschen gruselig: Das Tal der Puppen

Ⓒ Fritz Schuhmann, Im Tal der Puppen

Was machen, wenn man in Nagoro, einem Dorf im östlichen Iya-Tal auf Shikoku (einer der vier Hauptinseln Japans) lebt, und dort nur noch ganz wenige Menschen, nämlich ganz genau 37, leben? Ganz einfach! Man fertigt für die Bewohner_innen, die gestorben oder weggezogen sind lebensgrosse Puppen an und stellt sie an den Orten auf, die für diese Menschen wichtig waren. So macht das auf jeden Fall die Künstlerin Ayano Tsukimi (64). “Die Puppen sind wie meine Kinder”, sagt sie.

Ⓒ Fritz Schuhmann, Im Tal der Puppen

_japan3

Ⓒ Fritz Schuhmann, Im Tal der Puppen

Alle Bilder: Ⓒ Fritz Schuhmann, Im Tal der Puppen

Warum Tsukimi mit ihren Puppen-Denkmälern angefangen hat? “Es gab nicht viel zu tun”, sagt sie. Dass ein paar Leute ihre Puppen einigermaßen gruselig finden könnten ist ihr bewusst: “Ich glaube, nicht jeder mag meine Puppen, selbst wenn sie mir das nie direkt sagen. Einige haben Angst, weil sie so echt aussehen.” Ich versteh’s!

Danke an Nina für den Link!

Weiterlesen

Getaggt mit , ,

Tascha Parkinson: Kunst mit Frida Kahlo. Und Katzen.

Heute gibt es hier mal die zauberhaften Bilder von Tascha Parkinson.

Tascha ist eine Künstlerin aus Toronto die unter anderem immer wieder Frida Kahlo verewigt, und zur Abwechslung hat sie aber auch immer mal wieder ein paar Rotkäppchen-Stillleben im Gepäck. Sie hat außerdem ein Blog, und einen Shop gibt es natürlich auch: Hier. Kunst macht sie schon immer (und mit Universitätsabschluss seit 1997), aber vor allem das Internet hat wohl sehr dazu beigetragen ihre Bilder zu verbreiten. Ist ja auch kein Wunder bei all den süßen Katzen!

Ⓒ Tascha Parkinson

Ⓒ Tascha Parkinson

Ⓒ Tascha Parkinson

Ⓒ Tascha Parkinson

Ⓒ Tascha Parkinson

Ⓒ Tascha Parkinson

Ⓒ Tascha Parkinson

Ⓒ Tascha Parkinson

Getaggt mit , ,

Moko – Your Love

“She has been compared to UK trip hop bands of the 1990s, with NME describing Moko’s music as “London’s answer to Massive Attack.” Kann es sein dass diese gute Frau hier trotzdem noch ein bisschen zu underrated ist?

Ein tolles Video gibt es natürlich auch, allerdings nicht bei YouTube. Was ich zumindest hier schon mal anbieten kann: Eine tolle gif-Parade via nokiabae:

Nirvanas Nevermind als Cover-Playlist

Am 24. September 1991 erschien Nirvanas “Nevermind”, und zur Feier dieses Anlasses könnte man zum Beispiel 23 Jahre später nochmal die komplette Tracklist in der Cover-Version durchhören.

1. Bea Miller – Smells like Teen Spirit

2. Hooverphonic – In Bloom

3. The King – Come as You Are

4. Weezer – Breed

5. Polyphonic Spree – Lithium

6. Bonaparte – Polly

7. Scott Matthew – Territorial Pissings

8. Get Well Soon – Drain You

9. John Frusciante – Lounge Act

10. Charles Bradely & The Menahn Street Band – Stay Away

11. Irgendein Dude – On a Plain

12. William Fitzsimmons – Something in the way

13. EMA – Endless, Nameless

Zusatztrack:

Getaggt mit , ,

“A funny film about Depression”: Rocks in My Pockets von Signe Baumane

"Rocks in my Pockets", Signe Baumane

“Rocks in my Pockets”, Signe Baumane

Es geht nicht nur um Depressionen in “Rocks in My Pockets” der lettischen Filmemacherin Signe Baumann. Künstlerisch nähert sich Baumane der eigenen Familiengeschichte an:  Wie sie und weitere Frauen in ihrer Familie mit Depressionen umgehen und mit ihnen leben, davon handelt der Animationsfilm. Weiterlesen

Malak – Alters (A Little Closer)

Malak El Husseiny hat ihre erste EP bei Subspace Records (Kairo) veröffentlicht. Komplett reinhören könnt Ihr bei Soundcloud. Lohnt sich.

Getaggt mit ,
Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 2.023 Followern an