Rassismus? Der Staat nennt es: Toleranz.

In Dinslaken gibt es ein neues Jugendprojekt. Gefördert wird es vom Bundesprogramm „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ – ein Programm, das dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) entspringt. Das Programm, so heißt es, „knüpft an die Erfolge des präventivpädagogischen Bundesprogramms „VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ und des beratend angelegten Programms „kompetent für Demokratie“ an.

Zu den Leistungen des Programms zählt nun eben auch dieses Prachtexemplar rassistischer Bildsprache (Triggerwarnung):

Natürlich werden an sämtlichen Hohlbroten, die diese Plakataktion geplant haben, nicht nur die Diskussionen um „Blackfacing“ des letzten Jahres vorbeigegangen sein – auch zwei Minuten Aufenthalt bei Wikipedia widersprechen wohl einer durchdachten Vorbereitung solcher Nullaktionen, die eigentlich natürlich noch schlimmer als „Null“ sind, weil hier jungen Menschen rassistische Bilder als Meilenstein der Toleranz untergejubelt werden.

Ich weiß nicht, wo die Diakonie Dinslaken diese Plakate überall aufgehängt hat, aber eine Rücknahme dieser Plakate und eine Stellungnahme dazu wären mehr als angebracht.

Vielen Dank für den Hinweis an Bühnenwatch.

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4 Gedanken zu „Rassismus? Der Staat nennt es: Toleranz.

  1. tom sagt:

    whatttttttt?
    und immer wieder aufs neue….

    http://blog.derbraunemob.info/unicef-werbung-durch-herabwurdigung-protestkampagne-zum-mitmachen/mitmachen-forderungskatalog-fur-faire-unicef-werbung/

    eine gute zusammenfassung findet man auch http://www.derbraunemob.de unter: „so geht`s nicht“ – „immer noch aktuell“ (leider funktioniert der link nicht….)

  2. juergen sagt:

    Wenn man sich Schokolade in’s Gesicht malt ist das rassistisch?

    Wenn ich den Wikipedia Artikel richtig gelesen habe, geht es darum sich das Gesicht schwarz anzumalen mit grotesken roten Lippen und dann die Stereotype des dummen Schwarzen zu spielen. Was in dem Fall nicht wirklich erkennbar ist. Nur das anmalen kann kein Blackfacing sein, da die rassistische Merkmale hier fehlen.

  3. Cognac sagt:

    „Natürlich werden an sämtlichen Hohlbroten, die diese Plakataktion geplant haben, nicht nur die Diskussionen um “Blackfacing” des letzten Jahres vorbeigegangen sein – auch zwei Minuten Aufenthalt bei Wikipedia widersprechen wohl einer durchdachten Vorbereitung“

    Hohlbrote? Wo ist da das Verständnis des Autors und die Toleranz des Autors, dass andere Menschen Fehler machen können?
    Ich selber bin politisch interessiert und eigentlich auch auf dem Laufenden, aber von „Blackfacing“ habe ich nichts mitbekommen. Zudem: Hätte mir jemand das Plaket zur Genehmigung gegeben, was bitte hätte ich bei Wikipedia nachschauen sollen aufgrund dieses Plakates?

  4. Kunta sagt:

    Ja nun, ist ja auch nicht ganz einfach, Scheiße als Nutella zu verkaufen.

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