Katrin von Niederhäusern und ihre Fraundin Janine Wiget haben die Simpsons-Episode von Homers New Orleans-Food-Tour nachgestellt – und zwar Shot für Shot. Mehr brauche ich nicht für einen gelungenen Start ins Wochenende.
Bin fast hinten rüber gefallen als ich letztens über dieses auf Video aufgezeichnete Interview gestolpert bin: Florence Pannel ist tatsächlich eine waschechte viktorianische Lady gewesen, geboren am 26. Dezember 1868 (also knapp 13 Jahre nach dem Tod von Charlotte Brontë), mit eigenem Beauty-Unternehmen das sie jahrelang in London und Paris betrieb. Als sie 1980 mit 111 Jahren starb war sie die älteste Person die jemals in UK gelebt hatte und als sie dieses Interview gab – leider die einzige Aufzeichnung die es von ihr gibt 😦 – war sie bereits 108 Jahre alt und hatte schon so einiges erlebt und gesehen. „The biggest change? Everything!“, erklärt sie dann auch lapidar ihre Lebensbeobachtungen.
Irgendwann in diesem Jahr in einer Playlist gehabt und geliebt, dann versehentlich den Track aus den Augen verloren da ich mir den Band-Namen nicht gemerkt hatte, Verzweiflung, dann in einer Repeat-Liste wiedergefunden und mich megamäßig darüber gefreut. So ein schöner Track und so ein schönes Album – hab alles auch bei der Mädchenmannschaft schon mal empfohlen.

Ich hatte letztens bei Twitter nachgefragt ob irgendjemand wissen möchte welcher Weihnachtsfilm seinem Sternzeichen entspricht und nachdem fünf Leute das für eine gute Idee hielten angedroht eine sehr wichtige „Dieser Weihnachtsfilm entspricht Deinem Sternzeichen am allermeisten“-Liste zu veröffentlichen, und voilà, hier ist sie!
Steinbock
Realistisch, fleißig, meistens beruflich erfolgreich, verantwortungsvoll, manchmal stur, gut im Umgang mit Geld, im schlimmsten Fall – oh Lord – geizig und mit den besten Vorzügen ausgestattet den Kapitalismus zu ihren Gunsten zu überleben, ABER wenn es hart auf hart kommt sind sie immer für ihre Liebsten da, das betrifft Familie genauso wie gute Freund_innen. Ich möchte an dieser Stelle auch gar nicht untertreiben, der Steinbock könnte an und für sich auch in jedem dunklen viktorianischen Roman aller Zeiten am Herd stehen und Geldscheine auskochen oder bei Eis und Schnee Wäsche im Freien aufhängen. Ich setze noch einen drauf: Der Steinbock ist das Sternzeichen das Charles Dickens erfunden hätte wenn er die Macht dazu gehabt hätte, und genau deswegen kann es auch nur einen Weihnachtsfilm für Steinböcke geben: „Charles Dickens` Weihnachtsgeschichte“!
Wassermann
Einzelgänger_innen, kreativ, selbstständig, ihrer Zeit voraus, revolutionär, Expert_innen für Schabernack aber niemals richtig erwachsen: DER Klischeeweihnachtsfilm für alle Wassermänner dieses Universums ist „Home Alone“. Wassermänner werden schon als Kind ab und an den Supra-Emanzipationswunsch gedacht haben, sich von den Eltern möglichst frühzeitig abzunabeln. „Home Alone“ spielt dabei auf den inneren Kevin eines jeden Wassermanns an: Wie wäre es, gerade in den Ferien mal die ganze Familie von den Hacken zu haben? Gut, im Unterschied zu Kevin müssen wir festhalten dass der Wassermann zwar immer geile Ideen hat aber eigentlich kaum eine davon umsetzt (die ausgefeilten Einbrecherfallen etc. aus „Home Alone“ sind zum Beispiel etwas, das niemals in einem Wassermann-Haushalt auftauchen könnte, es sei denn der Wassermann baut solche Szenerien weil er eigentlich DRINGEND etwas anders tun sollte), aber trotzdem: Humor und Tempo und das ganze Chaos drumherum passen!
Fische
Hallo lieber Fisch. Die gute Nachricht: Du gehörst zu den gutherzigsten Personen aller Zeiten. Die schlechte Nachricht: Das ist auch die schlechte Nachricht, weil Deine Gutherzigkeit Dich manchmal bis an den Rand der Erschöpfung treiben kann. Ausgenutzt werden, ausgetauscht werden, you know it all! Hinzu kommt dass Du sehr sensibel und empathisch bist und Ungerechtigkeit auf gar keinsten abkannst. Deswegen kann es auch nur einen Weihnachtsfilm für Dich geben, und der ist nicht mal mehr auf DVD erhältlich, oh what a life! Jim Hensons „Die wundersame Geschichte vom Weihnachtsspielzeug“ trifft den Fisch wie ein Hammer das Herz. Das Spielzeug im Kinderzimmer ist eigentlich lebendig wenn niemand hinsieht, und kurz vor Weihnachten macht sich eine böse Vorahnung breit: Kann es sein, dass alle Spielzeuge in der Zukunft ignoriert werden weil die verwöhnten Rotzblagen zu Weihnachten neues Spielzeug bekommen werden? Na, blutet Dir schon das Herz, lieber Fisch? Dann ab, schnell zu den Taschentüchern! Und nicht den Schnodder in der Nase hochziehen, das führt zu verstopften Nebenhöhlen!
Widder Weiterlesen
Es ist wieder soweit: Alles Gute zum Black Friday, Hals- und Beinbruch in der Vorweihnachtszeit und fröhliches Shoppen! Mein Geschmack ist nicht Jedermanns Sache, aber hier sind Dinge die ich kaufen würde oder bereits gekauft habe, manches davon völlig sinnlos aber hübsch. Xoxo wie jedes Jahr von Eurer Lieblingskonsumberaterin! ❤
1) Das Gute an diesem 3D Jane Austen Cookie Cutter ist dass beim Backen der Kekse die Gesichtszüge ein bisschen in Richtung Resting Bitch Face gehen. Also allein deshalb schon einer meiner Favoriten. Bestellen kann man das gute Ding: Hier.
2) Literarische Figuren und Ornamente von The Crow Imperium: In diesem Jahr bin ich ja die Reise meines Lebens angetreten, und zwar nach Haworth/England, dem Heimatörtchen der Brontë-Schwestern. Auf The Crow Imperium könnt Ihr alles mögliche ordern – u.a. auch unfassbar schöne literarische Figuren. Ich hab mir Emily Brontë und Katherine Earnshaw aus „Wuthering Heights“ auf die Wunschliste gesetzt.
Kann Róisín Murphy nun endlich mal 1 ein Disco-Album rausbringen?

07. November 2019, 09:01 Uhr
Liebes Tagebuch, heute ist Donnerstag, die ganze Woche schon ein ziemlicher Abschuss, heute abend muss/darf ich noch zum Ilgen-Nur-Konzert und nun hat mir Laura, mit der ich ja morgen e-i-g-e-n-t-l-i-c-h zum Rolling Stone Park fahre, grad geschrieben: „Hello! Schlechte Nachrichten. Ich bin absolut krank und kann mich eigentlich nirgends wo hinbewegen.“ RIP. VERDAMMT! Was nun? Muss absagen. Kann auf k-e-i-n-s-t-e-n 2,5 Tage alleine auf 1 Festival abhängen. ICH STERBE. Muss alles stornieren. Kann morgen auf gar keinen Fall fahren! Brauche erstmal Kaffee. A B S T U R Z!
07. November 2019, 12:21 Uhr
Liebes Tagebuch, habe mich bis zur Mittagspause wieder bissi sortiert. Bin doch ein harter Hund. Und habe mir gedacht: Wenn das kein Fall für die Female Festival Task Force ist, was dann? Fahre nun alleine zum RS Park. Habe im Europa Park-Hotel angerufen und ein Einzelzimmer geordert. Habe schließlich den ganzen Sommer über gerätselt ob ich mich jemals trauen würde alleine auf ein Festival zu fahren und hier muss ich nicht mal ein Zelt aufbauen. Und habe ein eigenes Klo, von der eigenen Dusche ganz zu schweigen. Packe das. Bin ja kein Schisser. Lade mir vor Abreise paar Serien aufs Tablet und kann mich im Notfall auch ins Hotel-Schwimmbad oder aufs Zimmer verpieseln und Schokolade vorm Fernseher essen. Wie bei einer Dienstreise. Ist ja so gesehen auch eine.
Es ist November und es ist soweit: Ich bin fix und foxi, durch und feddich, geradezu durchgegart. Die Festival- und Konzertsaison 2019 hat mir in diesem Jahr einiges abverlangt (vielleicht bin ich inzwischen auch halt einfach nur: alt), und ich zähle die Tage bis zu den Weihnachtsferien, die ich zum Großteil im Plüsch-Einteiler auf dem Sofa verbringen möchte, bevorzugt mit einem Becher Grog in der Hand. Vom Glamping beim Graspop bis hin zu Natur- und Sexismuskatastrophen bei Rock im Park bis hin zu Winterjacke-und-Schal-Alarm beim Roskilde-Festival im Juli (ich denke auch heute noch manchmal noch an die neun Grad nachts im Zelt) habe ich mit meinen Girls und der Female Festival Task Force so ziemlich alles erlebt was Open Air-technisch möglich ist – nicht, ohne auch selber ein paar Federn gelassen zu haben.
Nun steht für 2019 nur noch ein Großfestival an, und zwar Rolling Stone Park im Europapark Rust am kommenden Wochenende. Unter Umständen hätte ich zu diesem Zeitpunkt und bei meiner Verfassung übelst Stress bei der Aussicht auf NOCH EIN RIESENFEST ÜBER MEHRERE TAGE. Aber in diesem Fall ist alles anders. Homies bei Twitter fragten sich letztens warum man sich Festivals antun sollte wo man sich ein Zelt mit „Daniel und Stefan“ und ein „Dixi Klo mit 50.000 Menschen“ teilen muss. Die Antwort ist: Man kann sie sich antun weil es manchmal auch die Komfort-Varianten mit Hotelzimmer, Bett, eigenem Bad und Frühstück gibt – und bei dieser Variante vom 8. bis 11. November in Rust werden wir wieder dabei sein.
Laura und ich haben letztes Jahr der Festival-Premiere im Europapark beigewohnt – und zwar aus Gründen die uns heute unangenehm sind (Ryan Adams). Im Sommer hatten wir bereits die Tickets gebucht, dann sagte Ryan die Show ab, dann waren wir erst traurig, dann nicht mehr nachdem sich in der Welt-Presse rumsprach dass er ein misogynes Arschloch ist, wir fuhren natürlich trotzdem – und hatten einfach die beste Zeit. Bei Anna Calvi standen wir in der ersten Reihe, entdeckten uns bisher unbekannte aber grandiose Bands wie die „Intergalactic Lovers“, schlugen uns abends die Bäuche mit dem feinen Caterer-Buffet voll und schwammen tagsüber im beheizten Außenpool.