Archiv der Kategorie: Faktotum

Der Seewolf

„Bei der bekannten Szene, in der Raimund Harmstorf mit der bloßen Hand eine angeblich rohe Kartoffel zerquetscht, handelt es sich um einen Trick: Die Kartoffel war leicht vorgekocht.“

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People eating Snow

Falls sich der Foto-Trend aufgrund der aktuellen Wetterlagen an diesem Wochenende ändert sage ich: Wer Fotos von Schnee postet sollte ihn auch essen!

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„Aufstieg und Fall der Mädchenmannschaft“™

„Aufstieg und Fall der Mädchenmannschaft: erst gestern noch auf jedem roten Teppich zu Hause, hofiert von den Massenmedien, tingeln sie jetzt durch Einkaufszentren und Elektromarkteröffnungen in der Provinz. Was hat sie bloß so ruiniert? War es diese Berliner PoC-Szene? Waren es die akademischen Kamikazetexte? War es dieser Feminismus? Tragisch, diese Entwicklung vom sexy Alphagirl der Blogosphere zur abscheulichen Machtsekte.“

(Anna-Sarah Hennig, meine geschätzte Kollegin, zum frisch diagnostizierten Untergang™ der Mädchenmannschaft, verursacht durch „solche und solche“ und „die „People of Color“-Szene“.)

Ansonsten amüsierte ich mich auch noch sehr gut: Hier. Weiterlesen

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Eva Hermans unerklärlicher Misserfolg

Eva Herman ist pleite. Darüber informiert ist seit gestern die einschlägige Boulevard-Presse. „Merkwürdig“, dachte ich. „Wie konnte das nur passieren?“ Tatsächlich, ich war einigermaßen negativ schockiert. Denn, seien wir ganz ehrlich, eigentlich hätten wir doch gerade jetzt den perfekten Nährboden für Eva Hermans reaktionäre Thesen, die sie – ihrer Zeit weit voraus – ja bereits 2006 in „Das Eva-Prinzip“ formulierte.

Hätte sie nicht gegenwärtig verdient, auf einen Olymp gehoben zu werden mit all den anderen großen Vordenker_innen, die merkwürdiges Zeug von sich geben, Bücher darüber verfassen oder Fernsehsendungen verwalten und damit Kohle einstreichen? Hätte sie nicht verdient, edelmütig ihren Lebensunterhalt zu verdienen mit Geschimpfe auf den Feminismus, mit Botschaften, die die Sehnsucht nach einem traditionellen Frauenbild offenbaren, mit der Artikulierung der Angst, Frauen könnten dank Erwerbsarbeit gar männlich werden?

Ich verstehe es einfach nicht. Vor allem nicht nach diesem Wochenende: Da wurden ja zum Beispiel die Vorfälle bei neoParadise scharf diskutiert. Joko Winterscheidt hatte im Rahmen seiner Kumpel-Sendung mit Klaas eine Mutprobe mit Bravour bestanden. Es galt, eine Frau an Brust und Po zu begrapschen. Kontextlos, versteht sich. Das löste bei einigen Zuschauer_innen Entsetzen aus. Das wiederum löste beim ZDF ein bisschen Entsetzen aus, denn die hatten bisher anscheinend noch nie etwas gehört von der Trivialisierung und Bagatellisierung sexualisierter Übergriffe, geschweige denn von Sexismus, geschweige denn von Grenzen des guten Geschmacks, und man versuchte schnell, sich peinlich zu erklären. Weiterlesen

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Hat Anonymous Facebook kaputt gemacht?

Eine knappe Stunde off – in weiten Teilen Deutschlands, Italiens, Rumäniens und Österreichs, soweit man Twitterer-Bekundungen folgen kann. Dann tauchte dieser Link auf – außerdem guckstu hier: AnonymousOwn3r auf Twitter.

Und nun? Hätten wir endlich Zeit und können die Wohnungen putzen! Juhu!

[Jetzt is alles wieder heile.]

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My Definition of Internet

„Best part when he said „ente“ and run around the people.“

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Buschkowsky: Die Stimme des Blutes deines Bruders

Heinz Buschkowskys Vorabdrucke aus seinem offen rassistischen Buch „Neukölln ist überall“ werden derzeit in der BILD-Zeitung abgedruckt. „Wo bin ich denn hier eigentlich? Ist das noch meine Stadt, meine Heimat?“, fragt sich Buschkowsky. Ja, möchte ich sagen, das ist Deine Heimat, und meine auch, und das was Du sagst haben schon viele vor Dir gesagt, und sie haben sich damit sogar sehr heimelig gefühlt.

„Wir erziehen unsere Kinder zur Gewaltlosigkeit. Wir ächten Gewalt in der Begegnung und bringen das unserem Nachwuchs bei. Andere bringen ihren Jungs bei, stark, tapfer und kampfesmutig zu sein. Die Ausgangssituation ist einfach ungleich.“

Ich lese so etwas, und ich wundere mich nicht. „Im Zweifel gilt es, der ethnischen Schwester und dem ethnischen Bruder zu helfen.“ Auch darüber wundere ich mich nicht. Ich denke: „Vox sanguinis fratris tui clamat ad me de terra.“ Die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu mir von der Erde.

Buschkowsky ist 1948 geboren. Ich kam 1980 auf die Welt. Als er 1991 das erste Mal Bezirksbürgermeister wurde, wurde ich von meiner Klassenlehrerin im Unterricht nach vorne gebeten, damit ich erklären sollte, wie ich mich zum Irak-Krieg positioniere. Ich wusste damals nicht, wo der Irak liegt, aber das interessierte die Lehrerin nicht – als ethnische Schwester im weitesten Sinne würde ich ja schon etwas irgendwie Erhellendes sagen können. Ich sagte das, was jede_r meine_r Klassenkameraden gesagt hätte, weil wir alle dasselbe Kinderwissen aufgebaut hatten, das Fernsehfetzen hinterlassen. Dass ich Krieg doof finde, und Saddam Hussein auch, und das wusste ich, dass ich nicht mehr zu sagen hatte als meine Altersgenossen im selben Klassenraum, aber ich wusste auch: Wenn ich es sage, ist es etwas anderes, weil ich in den Augen der gesamten Klasse, der Lehrerin, „zu denen“ gehörte, gegen die gerade Krieg geführt wird. Weiterlesen

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Google: Buchstaben wollen nicht mit Bettina Wulff in Verbindung gebracht werden

Zwei Buchstaben kämpfen um ihre Ehre: Die mächtigste Suchmaschine der Welt bietet den Nutzer_innen automatisch das Ergebnis „Bettina Wulff“ an, sobald man die Buchstaben B und E hintereinander folgend in das Suchfenster eingibt. Das sei „fast schon Beihilfe zum Rufmord“ beschweren sich die Buchstaben und überlegen nun, eine Unterlassungsklage gegen den Konzern einzureichen.

„Wir wehren uns gegen dagegen mit einer Person in Verbindung gebracht zu werden, die durch ihr Gebahren dazu beiträgt „Prostitution“  und die in diesem Bereich arbeitenden Frauen wieder als das schlimmste Übel der Welt zu diskreditieren.“ Weiterlesen

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