Malcolm X: Zwei Empfehlungen

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Und dann wurde heute vor 48 Jahren Malcolm Little (aka Malcolm X) erschossen. Eine gute Gelegenheit um nochmal auf den Sammelband „The Cambridge Compansion to Malcolm X“ hinzuweisen, in dem unter anderem „Womanizing Malcom X“ von Sheila Radford-Hill erschienen ist (das komplette E-Book kann man umsonst abrufen, und zwar hier). Außerdem sehr lesenswert: Die Malcolm-X-Biographie von Bruce Perry, die aber anscheinend heute nur noch vereinzelt in der deutschen Übersetzung erhältlich ist. Weiterlesen

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David Foster Wallace: Unfinished Jest

Flickr (c) Steve Rhodes

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David Foster Wallace wäre heute 51 Jahre alt geworden, wenn er sich nicht im September 2008 in Kalifornien umgebracht hätte. 1996 erschien sein Roman „Unendlicher Spaß“ (Infinite Jest), und „Unendlicher Spaß“ sollte viele Leute fertig machen, unter anderem mich 14 Jahre später. (14 Jahre später deswegen, weil ich 1996 noch niemals etwas von Foster Wallace gehört hatte und damals noch Paul Auster für das Nonplusultra hielt. Harhar.)

Ich würde so gerne ganz genau sagen können, wann genau ich das erste Mal von Foster Wallace gehört habe, und wann von „Unendlicher Spaß“. Ich kann es nicht.

Flickr (c) Erasing Scott

Flickr (c) Erasing Scott

Informationsfetzen über dieses Wunderwerk, dieses Opus Magnum erreichten mich irgendwann wie durch Nebelwände, ich hörte von endlosen Schachtelsätzen, von Fremdwörter-Tiraden, von über tausendfünfhundert Seiten (auf hauchdünnes Bibelpapier gedruckt), und von verworrenen Handlungssträngen, die man nur mit unendlich viel Disziplin schnallen würde, von bergeweise Fußnoten, zum Teil meterlang, und von sechs Jahren Übersetzungsarbeit, und dann schlich ich irgendwann monatelang in diversen Buchhandlungen um diesen Brocken herum, bis ich mich irgendwann 2010 entschloss, einfach mal diese unfassbare Investition zu tätigen (39,95€,), und dann schleppte ich dieses Buch nach Hause, das gefühlt drei Kilo wog. Weiterlesen

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Zum Tode Otfried Preußlers: Als letztes Vermächtnis bleibt die Debatte

Flickr (c) gS32tom

Flickr (c) gS32tom

Otfried Preußler ist am 18. Februar gestorben, wie heute bekannt wurde. „Die kleine Hexe“, „Der Räuber Hotzenplotz“: Nicht nur für seine Kinderbuchklassiker muss man Preußler in Erinnerung behalten, sondern auch für seine kleine Rolle bei einem wichtigen Anstoß zu einer Rassismus-Debatte, wie sie lange Zeit in Deutschland nicht geführt wurde – vielleicht auch nicht geführt werden konnte. Seine Entscheidung, dem zuvor kritisierten Stuttgarter Thienemann-Verlag die Möglichkeit zu geben, seine Kinderbücher in zukünftigen Auflagen von rassistischer Sprache zu befreien, führte öffentlich zu mitunter sehr peinsamen, aber auch sehr wichtigen Diskussionen.

Die Entscheidung des Autors kommt jedoch natürlich nicht aus dem Nichts: Sie fiel zu Beginn dieses Jahres in eine Zeit, in der sich Aktivist_innen schon seit langem und zum Teil sehr organisiert gegen diverse rassistische Praktiken in Deutschland und explizit in deutschen Kulturbetrieben auflehnten. Weiterlesen

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Wetterstation Greifswald: Ein Projekt vom Volk für das Volk [inkl. Antisemitismus]

Via @pantoffelpunk

Via @pantoffelpunk

Holla die Waldfee, da hat die Twittergemeinde wieder gut aufgepasst: Marina Weisband (@afelia) wurde antisemitisch auf dem Tweetdienst beschimpft, und zwar von dem ominösen Projekt Wetterstation Greifswald, beziehungsweise, einer Person, die diesen Account pflegt. Der betreffende Tweet wurde inzwischen gelöscht, ist aber als Screenshot konserviert (siehe Abbildung, Credits an @pantoffelpunk.) Weiterlesen

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Steven Wilson – The Raven That Refused To Sing

Schönstes Video des Tages, deswegen: Anguckbefehl.

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Sylvia Plath: Sheep in Fog

sylvia plath

Sheep in Fog

The hills step off into whiteness.
People or stars
Regard me sadly, I disappoint them.  Weiterlesen

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Scratch Massive – Nuit De Mes Rêves

C’est le ton qui fait la musique.

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Childfood-Memories: Magic Gum, Nudeln mit Ketchup und Jaffa Kacke

center shockDamals. Als ein Liter Cola noch weggezischt werden konnte wie Mineralwasser ohne Kohlensäure, ohne dass einem schlecht wurde, als ganze Sommer aus Double Dip und Magic Gum und Frigeo Puffreis und Haribo-Teilen im Freibad bestanden, und aus komischen Bonbons, die man in diversen Sorten einzeln bei der Tankstelle kaufen konnte, und wenn man zwei gleichzeitig aß hatte man eine neue Geschmacksrichtung, und mehr vom Leben wollte man gar nicht außer zwei Glukosebrocken im Mund auf einer Schaukel.wassereus

Als eine Mark achtzig das pure Lebensglück weil Pommes mit Mayo bedeuteten. Als Wassereis einem noch wie Nouvelle Cuisine vorkam, und Center Shock Kaugummis als gefährliche Mischung aus Mutprobe und Geschmacksexplosion gehandelt wurden. Als man blaue Chupa Chups Lutscher noch ganztägig essen konnte, weil man zur Schule ging und keinen festen Job hatte, bei dem man Kunden beraten muss, und genau aus diesem Grund aß man nach dem blauen noch den grünen. Als man sich mit Gobstoppern (aka Kieferbrechern) fast die Zähne ruinierte, weil man noch nicht mal ansatzweise wusste, was eine private Zusatzversicherung ist, und selbst wenn man es gewusst hätte: Was soll`s. Weiterlesen

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Kavinsky – 1986

„So basically it would be an 80’s electronic music station.“

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