Archiv für den Monat Dezember 2012

Astrid North singt Euch ein Ständchen zum zweiten Advent

Astrid North - Cover "North"Oh, Astrid North. Ich muss ja sagen, Zeit meines Musik-Konsumentinnen-Lebens habe ich ab und an kräftig mit Musik aus deutschen Gefilden gehadert, immer wieder. Aber nie, niemals bei auch nur einem einzigen Track, den Astrid North eingesungen hat. Sei es als Solo-Artist, oder auch vorher, mit ihrer Heimatband Cultured Pearls.

Die Cultured Pearls waren in den 90ern und darüber hinaus für mich die Hoffnung, dass es auch in Deutschland möglich sein kann, durchgängig stylishe, wunderschöne Musik aufzunehmen – und zwar ohne dass sich hier und die paar obligatorischen Grütznummern einschleichen. Weiterlesen

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Kim Vegan Wonderland, oder: Was sie schon immer über Antifaschismus wissen wollten

Flickr (c) Max and Miles Hanley

Flickr (c) Max and Miles Hanley

Wie im Wunderland ging es tatsächlich rund ums Aufregerthema Kim Kalkowski in den letzten Tagen zu. Viele Fragen in Bezug auf die Nazi-Connections blieben offen, das Internet shitstormte als gäbe es kein Traffic-Morgen mehr, und dann, endlich, hat das Plastic Bomb Magazine sich erbarmt. Und einfach mal nachgefragt. Und dann? Erfuhren wir eine ganze Menge.

Über die Simpsons, Rechtsschutz-Versicherungen, den Sinn von Facebook-Fake-Profilen, das Leben in der Öffentlichkeit, viele wundersame Zufälle, “Damals, 2011″ und einen ominösen Ex-Freund. Um nur einige Beispiele zu nennen. Viruletta und ich haben also nochmal in dem Interview herumgestochert und den vorliegenden Text gemeinsam verfasst. Einfach, weil wir wiederholt fasziniert waren. Weiterlesen

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Über Gewalt, Komplizenschaft und Racial Profiling

Flickr (c) bitmask

Flickr (c) bitmask

Racial Profiling. Schon mal gehört? Racial Profiling ist das, was Polizei-, Einwanderungs-, Sicherheitsbeamte dann machen, wenn sie Personen aufgrund der Kriterien wie ethnischer Zugehörigkeit, Religion, nationaler Herkunft, phänotypischer Merkmale (also Aussehen) kontrollieren. Im Zug, zum Beispiel. Es geht dabei nicht um Verdachtsmomente, die dem Personenverhalten zuzuordnen sind, sondern um Identitätskontrollen und Durchsuchungen ohne konkretes Indiz durch die Bundespolizei. Interessiert Dich nicht? Vielleicht, weil es Dir egal ist.

Racial Profiling ist institutioneller Rassismus. Racial Profiling ist möglich, weil die personale Vermittlung dieser Art von rassistischer Gewalt legitim ist. Es ist per se keine körperliche Gewalt (obschon möglich), es ist eine symbolische, auch eine strukturelle: Eine Sanktionierung, die vordergründig nicht weh tut. Vordergründig wie gesagt. Eine Gewalt, oft verkannt und damit anerkannt, und eine, die hilft, die herrschende Sicht der sozialen Welt zu legitimieren. Eine Gewalt, die vermittelt: Ich darf Dich anders behandeln weil „wir“ finden dass Du „anders“ bist. Interessiert Dich nicht? Du wirst wahrscheinlich nie davon betroffen sein.

Racial Profiling ist nur einer der vielen Grundpfeiler der symbolischen Herrschaft des vom Staat legitimierten Rassismus in unserem Land. Die Gewalt, die durch das Racial Profiling vermittelt wird, braucht – und hat – Komplizenschaft. Interessiert Dich nicht? Hast Du Dich schon mal gefragt, ob Du ein Komplize bist?  Weiterlesen

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Jimmy Fallon, Mariah Carey & The Roots – All I want for Christmas is you

all i want for christmas is you screenshot

Ein ganz entzückendes Video: Jimmy Fallon, Mariah Carey und The Roots improvisieren „All I want for Christmas is you“. Da fange ich tatsächlich an, Mariah Carey seit einiger Zeit wirklich von Herzen zu mögen, und zack, muss ich spätestens mit diesem Ding hier jetzt sagen: Ich bin Fan.

Und wen wir da alles sehen? Hier: Weiterlesen

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I am Kloot – The Same Deep Water As Me

Es gibt ein neues I am Kloot-Video, und ich poste trotzdem nochmal einen alten Track.

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Die EMMA und die idealen Leser_innen

Flickr (c) jepoirrier

Flickr (c) jepoirrier

Die EMMA fügt sich mal wieder ein in die Reihe des „Angst essen Seele auf“-Schreibertums und arbeitet sich an Mädchenmannschaftsphantasien ab. Stephen King hielt in „Das Leben und das Schreiben“ fest, dass er seine Texte immer für die – seiner Meinung nach – idealen Leser_innen verfasst. Ich weiß nicht wie die idealen EMMA-Leser_innen aussehen, und eigentlich möchte ich es manchmal auch gar nicht so genau wissen. Ich weiß aber, wie ich mir meine idealen Leser_innen bei der Mädchenmannschaft vorstelle.

Damit meine ich nicht, dass ich irgendwem den Mund verbieten will, oder meine Gedankendiktatur ausbreiten möchte. Sondern, dass ich schreibe, um die Leute zu erreichen, die vielleicht Sachen schon mal so gedacht haben wie ich. Oder die Leute, die sich dieselben Fragen stellen. Und wenn ich drei, vier, fünf erreiche, dann ist das schon gut. Drei-, vier-, fünfhundert werden weiterhin gern das Magazin von Alice Schwarzer lesen. Weiterlesen

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Alice Schwarzer wird 70

Flickr (c) Happydog

Flickr (c) Happydog

Was ich heute noch zu Alice Schwarzers 70. Geburtstag sagen wollte: Weiterlesen

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Juliana Hatfield – Make it Home

Vielleicht erinnert sich noch irgendwer an Claire Danes Durchbruch Mitte der 90er mit „Willkommen im Leben“ (My So-Called Life). Damals weit seiner Zeit voraus wirkt die Serie heute natürlich dementsprechend ein bisschen pappig  – ich machte letztes Jahr den Test. Und war unter anderem hochgradig genervt von Angela Chase` (Claire Danes) bester Freundin Rayanne Graff (A. J. Langer), die ich mit 15 für das Nonplusultra an Coolness hielt. Auch Jordan Catalano (Jared Leto) zeichnet sich durch nichts anderes als ein ganz unerträgliches Schlaftablettenartiges Dasein aus, hantiert außerdem während aller Handlungsstränge vorwiegend mit Augentropfen und vollgerotzten Taschentüchern herum. Und keiner weiß warum.

My So-Called Life Screenshot

Aber, wie das so ist mit 90er-Serien: Sie zeichnen sich auf jeden Fall oft durch einen guten Soundtrack aus. Weiterlesen

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