Hatun.

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Hatun_Surucu_via_ShehadistanDen Verlust einer jungen Frau, den Verlust eines Lebens, in dem noch hätte so viel passieren können, um den Verlust einer jungen, alleinerziehenden Mutter  betrauern zu können, bedarf es in der Regel eines familiären Rückhaltes. Doch wie soll Mensch die Trauer in Worte fassen, diese überhaupt bewältigen, wenn dieser Verlust durch einen Mord herbeigeführt wurde, der basierend auf sexistischen und patriarchalischen Argumentationen und Empfindungen, sogar durch eigene Familienmitglieder verübt wurde?

Wo ist der Ort der Trauer um solche Menschen wie Hatun Sürücü, wenn ihre Nennung und ihr Mord dazu dient, in der Gesellschaft noch mehr Rassismus und patriarchalische Vorstellungen zu schüren und es damit Frauen wie Hatun noch schwerer zu machen, selbstbestimmt leben zu können?

Rassismus und Sexismus hängen zusammen und unterstützen sich gegenseitig. Ja sie sind wahrscheinlich gleichwertige Teile eines Systems, in dem Frauen von der Macht ferngehalten werden. Auf die eine oder andere Weise und in dem…

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Kritik: One Billion Rising, why Dancing?

Flickr (c) Clearly Ambiguous

Flickr (c) Clearly Ambiguous

Zeit für Tacheles: Erinnern wir uns, wie die Slutwalks 2011 einigermaßen gut gefeiert wurden, nur damit 2012 im Nachgang nochmal eine notwendige Rutsche Kritik hinterher gespult werden konnte. Also, warum bei One Billion Rising nicht einfach mal vorspulen, beziehungsweise die Zeit, die wir jetzt noch haben, nutzen, um einiges auf den Tisch zu packen? Zum Beispiel, die Sachen, die einem kritisch aufstoßen könnten (oder sollten)? Weiterlesen

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Happy Birthday, Eva Cassidy

Screenshot, live at Blues Alley

Screenshot, live at Blues Alley

Eva Cassidy wäre heute 50 Jahre alt geworden. Zu Lebzeiten ist sie nur in Washington D.C. bekannt und führt hauptsächlich ein bescheidenes Leben als Gärtnerin, ihre erste Platte nimmt sie bei einem kleinen Label 1987 auf. Große Plattenfirmen werden solange sie lebt niemals Interesse an ihr haben.

Sie erkrankt Anfang der 90er Jahre an Hautkrebs und spielt ihr letztes Live-Konzert, bereits schwer von der Krankheit gezeichnet, im Herbst 1996 auf einer Benefiz-Veranstaltung, die für sie organisiert wurde. „What a wonderful World“ ist der letzte Song, den sie jemals live performen wird.

Sie stirbt am 2. November 1996, erst zwei Jahre später erscheint bei ihrer Plattenfirma eine Compilation ihrer Songs.

Im Jahr 2000 spielt Terry Wogan Evas „Somewhere over the Rainbow“ in seiner BBC Radio-Show.

Ein ehemaliger Beatles-Roadie hört Songs von Eva Cassidy in einem amerikanischen Plattenladen, kauft die CD „Songbird“ und bringt sie einem Freund beim Radio (BBC 2) mit. Dieser setzt irgendwann Eva Cassidys Titel „Over The Rainbow“ in seiner Morgensendung ein. Daraufhin laufen bei der britischen Radiostation die Telefone heiß, alle wollen wissen, wo der Titel zu kaufen ist. Problem: „Songbird“ ist bei einer kleinen Plattenfirma verlegt und ist in England zunächst nicht erhältlich. Eilig wird ein Vertriebsweg aufgebaut.“

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ALF

(Screenshot)

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Weil Milenskaya sagte, dieser Fund hier hätte ihren Abend gerettet. Deswegen nochmal für alle: Die Goldgrube von heute – und alles weitere dann immer im rechten Balken auf YouTube. Cheers.

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Femen: Bedürfnisstättenbewegung des neuen Hipster-Sexism, inklusive Antisemitismus und Rassismus

Flickr (c) Orin Zebest

Flickr (c) Orin Zebest

Fand ich sie bisher nur höchst problematisch, kann ich nun nach der letzten Aktion einfach nur sagen, dass es sich beim Phänomen „Femen“ tatsächlich und offensichtlich anscheinend nur um Pseudo-Feminismus handelt, der offen mit rassistischen, anti-semitischen, hetero-normativen und sexistischen Mitteln sowie Elementen des Male-Gaze rumhantiert. Und dabei noch ganz stolz auf sich ist. Fail auf ganzer Linie. Muss es mich wundern, dass die Femen unter anderem Lieblingskinder der EMMA sind? Wohl kaum.

Einen sehr wichtigen offenen Brief verfassten dankenswerterweise die Kolleg_innen von E*vibes – für eine emanzipatorische praxis:

„Im Zuge ihrer Kampagne „Fickt die Sexindustrie“ machten vergangenen Freitag die Femen auf der Herbertstraße in Hamburg auf sich aufmerksam. Der Vergleich zum Dritten Reich ist kaum verkennbar, zieren doch sogar Hakenkreuze einige der Fotos im Internet. Ein ausführliches Statement? Fehlanzeige. Und so häufen sich nun die Fragen. Femen Germany haben bereits 1.714 sogenannte Facebook-Likes. Die allgemeine Gruppe Femen zählen sogar 80.414. Grund genug für uns zu fragen wer sind die Femen, wofür stehen sie und welche Botschaften wollen sie uns vermitteln? Folgenden offenen Brief haben wir formuliert. Weiterlesen

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Vanessa Paradis – Joe Le Taxi (Live)

Vanessa Paradis

„As long as you’re fully present in what you’re doing at the moment, you’re doing it.“ (Vanessa Paradis)

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Hallo Anne Will! So machen Sie aus Ihrer #aufschrei-Sendung, die garantiert scheiße wird, garantiert eine gute!

Flickr (c) pheezy

Flickr (c) pheezy

Oha. Dank der Überforderung mit dem Thema #aufschrei geht der Alptraum der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender schnurstracks weiter. Das Thema der Anne Will-Sendung morgen abend ist nämlich: „Sexismus-Aufschrei – hysterisch oder notwendig?“. Und das ist die Gästeliste: Renate Künast, Heiner Geißler, Anke Domscheidt-Berg, Monika Ebeling, Jan Fleischauer.

Machen wir uns nix vor, da ist ein Gast schlimmer als der andere. Ich möchte nicht behaupten, dass es jemals eine gute Anne Will-Sendung gab – das allein verbietet der Journalisten-Polittalk-Ehrenkodex, der stets dafür sorgt, dass Menschen, die frei von Expertisé und Fachwissen bezüglich der jeweils verhandelten Themen sind, auch prozentual ausreichend (> 60%) im Studio platziert werden. Aber. Statt der oben genannten Personen hätte man in Anteilen auch Ernie und Bert, eine George Carlin-Bauchrednerpuppe oder Flat Eric zur Debatte bitten können – mit einem ähnlich schockierenden oder sogar doch besseren, weil aufschlussreicheren Diskussionsergebnis. Denn, wir können jetzt schon ohne jeden Zweifel und ohne empirische Vorab-Überprüfung festhalten: Das wird mit Sicherheit ebenfalls eine der schlimmsten Sendungen der Fernsehgeschichte des Abendlandes. Trust me. (Es sei denn, jemand stellt der ARD endlich mal den Strom ab.) Weiterlesen

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„Heartthrob“ von Tegan and Sara: Pop up the Volume

Tegan_And_SaraSo, seit Freitag habe ich Tegan and Saras „Heartthrob“, das offiziell am Dienstag erscheint, auf Heavy Rotation. Und was soll ich sagen? Die Platte ist wie eine Riesenpackung Hubba Bubba mit Erdbeergeschmack auf Disco-Sirenen. Weiterlesen

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RebellComedy: Uallah, die sind perfekt. Und bald auf Tour.

Rebell ComedyInformations- und Lesebefehl. [Content-Warning: Dieser Blogpost enthält Vetternwirtschaft in heavy Dosis.]

Also. Es gibt da diese Crew, die grad den Humor Deutschlands rettet. Ihr wisst ja, wir haben ein gelinde gesagt kleines Problem mit Rollenspielchen, Verkleidungsspäßen, Witz-Galas im Schützenfest-Style undundund in einer Comedy-Szene, die irgendwie 1994 auch schon ein bisschen so war wie sie heute noch ist. Das ist dramatisch. Aber jetzt ist zum Glück mal so langsam Schluss mit unlustig, weil RebellComedy sich seit etwa einer Drittel-Dekade für den großen Schuss ins Knie der Spaßbefreiung fit gemacht haben. UND ES GIBT EINE NEUE TOUR („Lach kaputt was Dich kaputt macht“).

Ich hoffe jetzt hart, ich muss nicht erklären wer diese Dudes oder was RebellComedy ist. Deswegen gibt es an dieser Stelle auch nur Insider-Informationen. Zum Beispiel ist der Head of RebellComedy, Ususmango, auf Twitter chronisch unterfolgt, was eins der krassesten Mysterien der Menschheit für mich ist (direkt nach der Kurzlebigkeit von Nutella-Gläsern in Shehadeh-Haushalten) – und außerdem ist er wohl der einzige Mensch auf diesem Planeten, der „Alter“ zu mir sagt, und das auch noch genauso meint. Weiterlesen

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